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Sommerreifentest 2017 auto, motor & sport: 10 Reifen im Test

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(4 Bewertungen, 3.75 von 5)
Sommerreifentest 2017 auto, motor & sport: 10 Reifen im Test3.75 von 5 basiert auf 4 Bewertungen.

Auch in diesem Jahr hat das Magazin auto, motor und sport wieder ausgewählte Sommerreifen ins Rennen um den besten Sommerreifen geschickt. In der Dimension 245/45 R 18 Y wurden zehn Reifen getestet. Dabei hat man die Sommerreifen bekannter Hersteller, wie Continental, Falken und Pirelli, aber auch Reifen junger Marken geprüft. Der Vorjahresreifen Goodyear Eagle F1 Asymmetric 3 schließt überraschend mittelmäßig ab, dafür überzeugt der Michelin Pilot Sport 4 auf ganzer Linie. Gefahren wird mit einem BMW Fünfer Touring. Im Test von auto, motor & sport gilt der Bewertungsschlüssel für Standardreifen. Das heißt, in die Bewertung gehen Fahrleistung auf Nässe, trockenem Untergrund und Faktoren aus der Umweltbewertung ein.

Klarer Sieger: Michelin Pilot Sport 4

Als deutlicher Sieger geht der Michelin Pilot Sport 4 aus dem Sommerreifentest 2017 der Dimension 245/45 R 18 Y hervor. Der PS 4 überzeugt durch seine ausgewogenen Nässe- und Trockeneigenschaften und setzt die Latte für die übrigen Sommerreifen hoch an. Kurze Bremswege und beste Fahrsicherheit runden den Sieg des Michelin Reifens ab. Preislich liegt der Gewinner aus dem Hause Michelin deutlich höher als seine Konkurrenten, die Überlegenheit der Qualität zeigt sich allerdings ebenfalls deutlich in der Gesamtpunktzahl von 9,4 Punkten.

Die Testergebnisse im Überblick

Sommerreifen 215/60 R 17GesamtwertungNässeTrockenheitUmweltPreis (inkl. MwSt.)
Michelin Pilot Sport 4 9,4 9,5 9,8 7,2 ab 162,50 €
Pirelli P Zero 8,8 8,3 9,9 7,0 ab 118,80 €
Continental PremiumContact 6 8,4 8,1 8,8 9,1 ab 134,07 €
Hankook Ventus S1 Evo2 8,2 8,4 8,5 6,5 ab 110,65 €
Falken Azenis FK510 8,0 8,7 7,7 6,5 ab 101,88 €
Goodyear Eagle F1 Asym. 3 7,9 7,1 9,0 7,9 ab 119,18 €
Toyo Proxes Sport 7,8 7,4 8,4 7,2 ab 82,84 €
Vredestein Ultrac Satin 7,7 7,7 7,9 7,0 ab 126,20 €
Dunlop Sport Maxx RT 2 7,6 7,1 8,4 7,0 ab 129,09 € 
Maxxis Premitra HP5 6,9 6,7 7,4 6,3 ab 84,63 €

Treppchen für Pirelli und Continental

Ebenfalls empfehlenswert sind der Pirelli P Zero und der Continental PremiumContact 6. Beide schaffen den Sprung auf das Treppchen. Der Zweitplatzierte Pirelli P Zero überzeugt vor allem durch eine exakte Leistung auf trockenem Gelände. Auch die ausgezeichnete Präzision beim Lenken und der angenehme Abrollkomfort machen sich durch eine hohe Punktzahl bei der Bewertung bemerkbar. Minimale Defizite zeigen sich in der Fahrleistung bei Nässe.

Den Sprung auf das Podium schaffte auch der Kandidat von Continental. Der Continental PremiumContact 6 fährt sich sehr kontrolliert und zeigt eine homogene Leistung auf hohem Niveau. Zugeständnisse muss Continental allerdings beim Verhalten auf Nässe einräumen. Letztlich zeigen beide Reifen im Sommerreifentest 2017 ein gutes Preisleistungsverhältnis und sind definitiv zum Kauf zu empfehlen.

Hankook und Falken im Mittelfeld

Bronze knapp verpasst hat der Hankook Ventus S1 Evo². Gerade im Bereich Umwelt muss der Sommerreifen deutliche Abstrich gegenüber seiner Konkurrenz machen. Harmonisch und ausgewogen sind im Gegensatz die Fahreigenschaften auf Nässe und trockenem Untergrund. Auch ausgeprägte Schwächen sucht man beim Reifen von Hankook vergebens. Eine ebenfalls empfehlenswerte Leistung brachte der Falken Azenis FK510 auf trockener und nasser Piste. Das sichere Fahrverhalten überzeugt genauso wie die kurzen Bremswege und der ausgewogene Abrollkomfort. Für Punktabzug sorgt ein etwas träges Lenkansprechen beim Handling und Spurwechsel.

4 x gerade noch die Kurve bekommen

Weiter im Rennen sind auch Goodyear, Toyo, Vredestein und Dunlop. Der Vorjahressieger Eagle F1 Asymmetric 3 schneidet überraschenderweise nur durchschnittlich ab. Die vorderen Plätze büßt er durch schwache Leistungen im Bereich Nassbremsen und durch ein indifferentes Handling ein. Punkte fährt der Sommerreifen Goodyear Eagle F1 Asym. 3 allerdings für die stabile und kontrollierbare Fahrweise auf nasser und trockener Piste ein. Ebenfalls können kurze Bremswege auf trockener Bahn und leises Abrollen überzeugen.

Sicheres Fahren im Sommer gelingt mit dem Modell von Toyo. Der Toyo Proxes Sport zeigt vor allem eine gute Fahrleistung auf trockener Fahrbahn. Der hohe Kurvengrip beim Trockenhandling empfiehlt sich vor allem für Vielfahrer. Defizite weißt der Sommerreifen vor allem bei Nässe und beim Trockenbremsen auf.

Gut kontrollierbar ist auch der Vredstein Ultra Satin. Einen Vorteil bietet auch die sichere Bremsleistung bei Nässe und trockener Piste. Nicht überzeugend sind hingegen die träge Lenkeigenschaft und ein ausgeprägtes Übersteuern.

Den Vorletzten Platz belegt der Sommerreifen aus dem Hause Dunlop. Bei dem Sport Maxx RT 2 handelt es sich um einen Sommerreifen für die Mittelklasse, der vor allem auf trockener Strecke durch eine gute Lenkpräzision punkten kann. Die schlechte Platzierung erhält der Dunlop Sport Maxx RT 2 vor allem dank der langen Bremswege, schwacher Seitenführung und Übersteuerung bei nasser Fahrbahn. Kombiniert mit dem hohen Preis kann man hier nicht von einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis sprechen.

Daumen runter für Maxxis

Schlichtweg durchgefallen ist im diesjährigen Sommerreifentest der Maxxis Premitra HP5. Eine Bewertung von "bedingt empfehlenswert" spricht eher gegen den Verlierer des Tests. Zwar können ein ordentlicher Bremsweg und solide Bewertungen im Bereich Nässe einige Punkte einfahren, allerdings verliert der Maxxis Reifen diese Punkte wieder durch deutliche Defizite innerhalb der Umweltbewertung und durch ein unpräzises Fahrverhalten beim Trockenhandling. Diese Wertungen führen auch zu dem Ergebnis, dass trotz des geringen Preises, lieber die Finger vom Maxxis Premitra HP5 gelassen werden sollte.

Fazit des auto, motor & sport Autoreifentests 2017

Schlussendlich ist zu sagen, dass bis auf einen Sommerreifen, keiner der geprüften Modelle als wirklicher Verlierer aus dem Rennen geht. Solide Leistungen bei einem annehmbaren Preis sorgen für Sicherheit auf den Straßen. Abstriche bei Nässe können durch ein vorrausschauendes Fahren ausbalanciert werden. Wer keine Abstriche machen möchte, der ist mit dem Michelin Pilot Sport 4 bestens gerüstet. Will man nicht zu tief in die Tasche greifen, stellen die Modelle von Hankook und Falken echte Alternativen zum Gewinner dar. Wichtig ist wie immer ein ausgewogenes Preis-Leistungs-Verhältnis der Sommerreifen.

Nähere Informationen zum Test finden Sie in der auto, motor und sport Ausgabe 7/2017.

Die Teilnehmer des Sommerreifentests gibt es zum günstigen Preis bei:

 

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