10 Pneus im Sommerreifentest 2019 der Auto Zeitung

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Im diesjährigen Sommerreifentest lässt das Magazin Auto Zeitung 9 Sommerreifen und zum Vergleich einen Ganzjahresreifen in der Dimension 235/45 R18 antreten. Vollkommen überzeugen kann der Kandidat von Continental. Die Sommerreifen von Michelin und Maxxis sind ebenfalls zuverlässig auf nasser und trockener Strecke. Durchgefallen ist dagegen der Reifen von Nankang.

Die Testergebnisse 2019 im Überblick

Sommerreifen 235/45 R18TestergebnisGesamtpunkte NassGesamtpunkte TrockenTesturteilEinzelpreis (inkl. MwSt.)
Continental PremiumContact 6 277 / 300 142 / 150 135 / 150 Testsieger ab 122,38 €
Michelin Primacy 4 252 / 300 118 / 150 134 / 150 sehr empfehlenswert ab 143,19 €
Maxxis Premitra HP5 247 / 300 126 / 150 121 / 150 sehr empfehlenswert ab 80,91 €
Pirelli Cinturato P7 242 / 300 119 / 150 123 / 150 sehr empfehlenswert ab 82,75 €
Bridgestone Turanza T005 239 / 300 112 / 150 127 / 150   ab 116,69 €
Yokohama BluEarth-A AE50 235 / 300 114 / 150 121 / 150 sehr empfehlenswert ab 124,30 €
Michelin CrossClimate+ (Ganzjahresreifen) 219 / 300 105 / 150 114 / 150   ab 174,20 €
Apollo Aspire XP 216 / 300 101 / 150 115 / 150   ab 102,30 €
Kumho Ecsta HS 51 181 / 300 73 / 150 108 / 150   ab 79,45 €
Nankang NK Comfort AS-1 149 / 300 48 / 150 101 / 150   ab 68,23 €

Continental, Michelin und Maxxis auf dem Siegertreppchen

Als eindeutiger Sieger geht im Sommerreifentest 2019 der Continental PremiumContact 6 hervor. In jeder Witterungslage kann er sich die meisten Punkte sichern. Er ist sicher, lenkt präzise und hat bei Trockenheit den kürzesten Bremsweg im Test. Auch bei Nässe ist er souverän. Der Conti ist ein Allrounder, an dem es absolut nichts auszusetzen gibt.

Platz 2 sichert sich der Michelin Primacy 4, nicht zuletzt auch, weil Autofahrer mit dem geringen Rollwiderstand einiges an Sprit sparen können. Bei Nässe untersteuert er leicht, hat aber keine ernstzunehmenden Schwierigkeiten. Auf trockener Piste liegt der Michelin nur ganz knapp hinter dem Testsieger. Als dritter fährt der Maxxis Premitra HP5 ins Ziel und kann mit seiner Performance bei Nässe sogar den Michelin-Pneu überholen. Kleine Abstriche muss man beim Komfort machen, ein Vorteil ist aber auch der niedrige Preis.

Dichtes Mittelfeld angeführt von Pirelli

Der Pirelli Cinturato P7 ist ebenfalls ein durchgängig solider Sommerreifen. Besonders überzeugen kann er mit dem kurzen Bremsweg bei Nässe und auch dem präzisen Lenkverhalten. Wirkliche Schwächen kann man dem sportlichen Pneu nicht nachweisen, deshalb erhält auch er das Urteil "sehr empfehlenswert".

Der Bridgestone Turanza T005 hingegen hat Schwierigkeiten bei Nässe zum Stehen zu kommen. Das kostet ihn die Empfehlung der Auto Zeitung. Bei Trockenheit kann er jedoch vollkommen überzeugen. Keine Probleme bei Nässe hat der Yokohama BluEarth-A AE50. Die Bremswege sind bei jedem Wetter kurz und das Lenkverhalten sehr präzise. Ein weiterer Vorteil ist der geringe Rollwiderstand. Es ist kein Sportreifen, aber dafür komfortable und sicher und somit auch "sehr empfehlenswert".

Platz 7 sichert sich der Ganzjahresreifen im Test, der Michelin CrossClimate+. Er fährt die besten Werte beim Bremsen auf nasser Fahrbahn ein, hat aber Schwierigkeiten bei der Haftung in Kurven. Beim Bremsen auf trockener Strecke lässt er zu wünschen übrig. Bei Ganzjahresreifen geht man eben doch immer einen Kompromiss ein.

Beim Aquaplaning macht der Apollo Aspire XP eine gute Figur, hat bei Nässe aber einen langen Bremsweg und auch bei der Fahrsicherheit noch Luft nach oben. Bei Trockenheit ist der Reifen aber durchgängig solide, wenn auch nicht der Schnellste.

Günstige Modelle auf den hinteren Plätzen

Die getesteten Modelle von Kumho und Nankang sind ein ganzes Stück hinter Konkurrenz abgeschlagen. Bei Nässe hat der Kumho Ecsta HS 51 nur wenig Grip und dementsprechend lange Bremswege. Wirklich punkten kann der Sommerreifen nur bei der Aquaplaning-Sicherheit und auch bei Trockenheit sind Testwerte recht enttäuschend.

Mit Abstand die schlechteste Performance im Test liefert der Nankang NK Comfort AS-1 ab. Mit seinem langen Nassbremsweg ist der Reifen glatt durchgefallen. Er hat eine deutlich verzögerte Ansprache und wird bei höheren Geschwindigkeiten schnell instabil. Auch beim Rollwiderstand ist der Nankang das Schlusslicht im Test. Da hilft es auch nichts, dass der Sommerreifen der mit Abstand günstigste im Test ist.

Fazit

Bis auf den letztplatzierten Nankang ist keiner der Reifen im Test wirklich durchgefallen, aber dennoch gibt es deutliche Unterschiede in der Performance. Von wirklichen Billigreifen ist nach wie vor abzuraten, jedoch zeigt die gute Leistung des Maxxis Premitra HP5, dass man für einen hochwertigen Reifen nicht zwangsweise zu einer der Premium-Marken greifen muss. Das passende Preis-Leistungs-Verhältnis muss sowieso jeder Autofahrer für sich finden, abhängig von den persönlichen Ansprüchen.

Der getestete Ganzjahresreifen von Michelin zeigt außerdem, dass man mit so einem Allrounder immer ein paar Abstriche machen muss, auch wenn man sich das lästige Wechseln der Reifen erspart. Den besten Reifen für jede Witterung erhält man nach wie vor mit einem Spezialisten für Sommer und einem für den Winter.

Weitere Informationen zu diesem Test finden Sie in der Auto Zeitung, Ausgabe 06/2019.

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