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auto, motor und sport Sommerreifentest 2019 für Kompakt-SUV und Sportwagen

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auto, motor und sport Sommerreifentest 2019 für Kompakt-SUV und Sportwagen5.00 von 5 basiert auf 1 Bewertungen.

Das Magazin auto, motor und sport hat sich 2019 zum Sommerreifentest Pneus für kompakte SUV vorgenommen. Getestet haben die Experten 11 Sommerreifen in der Dimension 215/55 R17, passend für die neue Kompaktklasse von Opel Mokka, Seat Ateca und Co. Zusätzlich haben sie auch noch 8 Reifen für Sportwagen in der Größe 245/30 R20 unter die Lupe genommen und getestet, welche Reifen auch bei hohen Geschwindigkeiten gut beherrschbar bleiben.

Zu den Ergebnissen für Sportreifen

Die Testergebnisse in der Größe 215/55 R17 im Überblick

Sommerreifen 215/55 R17 94V/WGesamtwertungNässeTrockenheitUmweltPreis (inkl. MwSt.)
Nokian Wetproof 8,8 9,0 9,0 6,5  
Bridgestone Turanza T005 8,6 8,4 8,7 9,4 ab 94,41 €
Michelin Primacy 4 8,6 7,9 9,3 9,7 ab 117,99 €
Goodyear Efficient Grip Performance 8,3 8,8 7,7 8,7 ab 90,30 €
Pirelli Cinturato P7 8,3 7,6 8,3 9,4 ab 80,02 €
Hankook Ventus Prime3 8,3 7,8 9,3 6,9 ab 79,81 €
Continental PremiumContact 5 8,1 9,1 7,2 6,6 ab 109,30 €
Falken ZIEX ZE310EC 7,7 7,9 8,0 5,5 ab 79,97 €
Giti Premium H1 7,1 6,8 7,4 7,6 ab 71,29 €
Nexen N’blue HD Plus
6,9 6,8 7,0 6,6 ab 65,06 €
Toyo Proxes CF2 SUV 6,5 6,0 7,1 7,2 ab 78,23 €

Nokian, Bridgestone und Michelin an der Spitze

In diesem Jahr schafft es keiner der getesteten Reifen, sich das Urteil "sehr empfehlenswert" zu sichern, Ein Großteil der Sommerreifen ist aber "empfehlenswert", vor allen anderen der Nokian Wetproof. Der Finne überzeugt vor allem mit den guten Nasseigenschaften, die sein Name verspricht. Der hohe Grip sorgt für ein sicheres Verhalten, auch bei Trockenheit sind seine Leistungen solide und allgemein ist er gut beherrschbar. Er lenkt allerdings etwas träge und bei Komfort und Rollwiderstand muss man Abstriche machen.

Der geringe Rollwiderstand des Bridgestone Turanza T005 macht ihn zum Spritsparer. Auch mit seiner hervorragenden Seitenführung kann der Sommerreifen glänzen. Er lenkt präzise und ist auch bei Nässe verlässlich, die Bremswege sind dann jedoch recht lang. Ähnlich geht es dem Michelin Primacy 4, der in der Punktwertung das gleiche Ergebnis erzielt, allerdings auf nasser Fahrbahn größere Schwierigkeiten hat und mit wenig Grip und schwacher Drainage über die Runden kommen muss. Für den Reifen sprechen das ausgewogene Fahrverhalten bei Trockenheit und die gute Beherrschbarkeit.

Mittelfeld mit Marken-Herstellern

Die getesteten Sommerreifen von Goodyear, Pirelli, Hankook und Continental sind ebenfalls alle "empfehlenswert" und liegen auch in der Punktwertung sehr nah bei einander. Der Goodyear Efficient Grip Performance überzeugt vor allem mit seinem sicheren Handling bei Nässe und Trockenheit, zudem ist er verlässlich beim Spurwechsel, auf trockener Strecke lenkt er allerdings recht träge.

Der Pirelli Cinturato P7 bietet mit kurzen Bremswegen bei Nässe hervorragende Sicherheit, anders sieht es allerdings beim Aquaplaning aus und auch beim Bremsen auf trockener Strecke gibt es deutliches Verbesserungspotential. Die Stärken liegen klar im Fahrverhalten bei Trockenheit, was sportlich und dynamisch ist, wie man es von dem Italiener gewohnt ist.

Der Hankook Ventus Prime3 macht beim Bremsen bei jeder Witterungslage eine gute Figur und auch beim Spurwechsel ist er stabil. Das Lenkansprechen ist allerdings träge und bei Nässe liefert er bis auf den kurzen Bremsweg eine eher schwache Performance. Im Gegenteil dazu hat der Continental PremiumContact 5 seine Stärken im Fahrverhalten bei Nässe. Bei der Aquaplaning-Sicherheit legt er alle anderen Reifen im Test ab. Auf trockener Strecke braucht er jedoch recht lang, um zum Stehen zu kommen und untersteuert außerdem deutlich.

Falken und Giti sind "noch empfehlenswert"

Positiv fallen beim Falken ZIEX ZE310EC die kurzen Bremswege bei Nässe sowie Trockenheit auf. Bei Nässe hat er gute Reserven und lässt sich dynamisch fahren und lenkt auf trockener Strecke schnell ein, untersteuert aber auch deutlich. Außerdem ist der Rollwiderstand sehr hoch und dementsprechend dann auch der Verbrauch.

Bei Trockenheit kann der Giti Premium H1 mit gutem Handling und guter Seitenführung punkten, noch dazu ist er leise und komfortabel. Die Bremswege sind aber bei Nässe und auf trockener Piste recht lang, zusätzlich ist er im Lenkverhalten träge und neigt bei Nässe zum Übersteuern.

Schlusslichter Nexen und Toyo "bedingt empfehlenswert"

Beim Nexen N’blue HD Plus macht sich der günstige Preis in der moderaten Leistung bemerkbar. Besonders der Grip ist auf nasser und trockener Strecke nur mittelmäßig. Das Fahrverhalten bei Trockenheit ist jedoch gut kontrollierbar.

Letzter im Rennen ist der Toyo Proxes CF2 SUV. Der Pneu bietet guten Komfort und ist recht leise, auf trockener Strecke sind die Leistungen in Ordnung. Bei Nässe fehlt es ihm aber an Haftung und er bietet nur geringe Sicherheit bei Aquaplaning. Preislich bewegt sich der reifen im mittleren Segment, hier kann man also nicht einmal von einem adäquaten Preis-Leistungs-Verhältnis sprechen.

Fazit für Kompakt-SUV

Durchgefallen ist im Sommerreifentest 2019 keiner, aber auto, motor und sport konnte auch keinen Kandidaten finden, der voll und ganz überzeugt hat. Dass 7 der 11 Reifen das Prädikat "empfehlenswert" erhalten, ist aber ein gutes Zeichen, dass Autofahrer positiv stimmen sollte.

Die wirkliche Überraschung in diesem Test war die eher mittelmäßige Position des Continental-Reifens, eine Marke, von der man bessere Leistungen gewohnt ist, was aber auch daran liegt, dass der getestete Reifen ein älteres Modell ist und der Nachfolger zur Zeit des Tests nicht lieferbar war. Im Test vom letzten Jahr noch unangefochtene Nummer 1, kann Michelin 2019 die Poleposition nicht halten.

Sind Sie auf der Suche nach einem neuen Reifen, sollten Sie nicht nur nach dem Preis gehen, denn ein hoher Preis garantiert nicht unbedingt die besten Ergebnisse, es ist aber auch möglich, im moderaten Preissegment zuverlässige Reifen zu finden. Nur von wirklichen Billigreifen müssen die Experten nach wie vor abraten, was auch in diesem Test mit Nexen wieder bestätigt wird. Sicherheit hat eben ihren Preis.


Sportliche Reifen für hohe Geschwindigkeiten

Auf einem Honda Civic Type R mit Frontantrieb hat auto, motor und sport 8 Reifen getestet, die auch bei hohen Geschwindigkeiten gut kontrollierbar bleiben sollen. Die Größe 245/30 R20 ist breit und hat möglichst viel Gummi in Kontakt mit dem Asphalt. Ausgeliefert wird der Honda mit dem Continental SportContact 6, der sich im Test auch gegen alle anderen Reifen durchsetzen kann und Platz 1 auf dem Treppchen belegt.

Die Testergebnisse in der Größe 245/30 R20 im Überblick

Sommerreifen 245/30 R20 90 YGesamtwertungNässeTrockenheitUmweltPreis (inkl. MwSt.)
Continental SportContact 6 9,3 9,5 9,3 9,0 ab 197,99 €
Michelin Pilot Sport 4 S 8,4 7,7 9,1 7,3 ab 216,83 €
Goodyear Eagle F1 Asymmetric 2 7,9 8,2 7,7 7,3 ab 181,78 €
Hankook Ventus S1 evo3 7,6 6,9 7,7 9,4  
Bridgestone Potenza S001 7,5 7,3 8,1 5,6 ab 145,19 €
Vredestein Ultrac Vorti R 7,4 7,2 7,8 6,6 ab 162,80 €
Falken Azenis FK510 7,1 7,7 6,4 8,0 ab 131,25 €
Toyo Proxes Sport 7,1 7,7 6,8 6,2 ab 137,47 €

Continental und Michelin an der Spitze

Als einziger Pneu im Test schafft es der Continental SportContact 6, sich das Urteil "sehr empfehlenswert" zu ergattern. Das verdient er sich unteranderem durch die kürzesten Bremswege und das sichere Fahrverhalten bei Nässe. Auch bei trockener Strecke fährt er stabil und lenkt ohne Verzögerung. Er hält sich hervorragend in der Spur und reagiert sehr gut auf Signale vom Fahrzeug. Nur beim Aquaplaning hat er noch Reserven in der Sicherheit und beim Abrollkomfort ist noch ein wenig Luft nach oben.

Platz 2 belegt der Michelin Sport Pilot 4 S, den auto, motor und sport als "empfehlenswert" einstuft. Bei Trockenheit hat er die kürzesten Bremswege im Test und untersteuert sicher, auch bei Nässe. Auch mit dem hohen Komfort kann der Sportreifen punkten. Kleine Abzüge gibt es, weil er in Pfützen recht schnell an Grip verliert.

Mittelmäßiges Mittelfeld angeführt von Goodyear

Beim Drittplatzierten, dem Goodyear Eagle F1 Asymmetric 2, wird schon nur noch die Bewertung "noch empfehlenswert" vergeben, wie auch bei den restlichen fünf Reifen im Test. Der Goodyear hat Verbesserungspotential bei den Bremswegen, sowohl nass als auch trocken. Zudem lenkt er träge und recht unpräzise. Pluspunkte kann er damit sammeln, dass er ausgewogen, sicher und gut kontrollierbar auf nasser Strecke ist.

Bei Trockenheit ist der Hankook Ventus S1 evo3 ein solider Reifen, wenn auch nicht mit dem kürzesten Bremsweg. Bei Nässe neigt er aber zum plötzlichen Übersteuern und lenkt nur träge ein. Auch der Nassgrip lässt etwas zu wünschen übrig. Auch der Bridgestone Potenza S001 spricht auf trockener Piste gut an, hat bei Nässe aber so seine Probleme beim Handling und beim Bremsen. Auch bei Abrollkomfort und Rollwiderstand ist noch Luft nach oben.

Der Vredestein Ultrac Vorti R ist an sich ein recht ausgewogener Reifen und bietet vor allem viel Sicherheit bei Aquaplaning-Gefahr und soliden Handling-Eigenschaften bei Trockenheit. Bei Nässe hat er aber recht lange Bremswege, außerdem ist der Reifen verhältnismäßig laut.

Wenig Grip mit Falken und Toyo

Mit der gleichen Note teilen sich die Reifen von Falken und Toyo den letzten Platz. Der Falken Azenis FK510 liefert größtenteils gute Leistungen bei Nässe, übersteuert aber plötzlich. Auf trockener Strecke braucht er lange, bis er zum Stehen kommt und lenkt träge. Allgemein mangelt es ihm an Präzision beim Handling. Dieses Problem hat auch der Toyo Proxes Sport. Er untersteuert außerdem deutlich und weist lange Bremswege bei Trockenheit vor. Bei Nässe hat er starke Lastwechselreaktionen, ist ansonsten im fahrverhalten aber recht ausgewogen. Auch bei der Aquaplaning-Sicherheit kann er Punkte einholen.

Fazit für Sportreifen

Den Herausforderungen im Test wirklich gewachsen sind nur der Continental und der Michelin Pneu. Die hervorragenden Leistungen bei Nässe und die guten Umweltwerte sind es, die den Conti seine Führung so weit ausbauen lassen. Abraten muss auto, motor und sport glücklicherweise von keinem der getesteten Reifen, aber die Auswahl ist, selbst bei dieser ungewöhnlichen Größe, groß genug, um von den letztplatzierten Falken und Toyo Abstand zu halten. Eine solide Leistung bei moderatem Preis bietet der Bridgestone Pneu. Wer auf einen High-Performance-Reifen setzen will, ist mit dem teureren Continental bestens beraten.

Nähere Informationen zum Test finden Sie auf der Webseite von auto, motor und sport.

Die Teilnehmer des Sommerreifentests gibt es zum günstigen Preis bei:

 

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