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Die richtige Fahrzeugpflege nach einem stressigen Winter

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Die richtige Fahrzeugpflege nach einem stressigen Winter5.00 von 5 basiert auf 2 Bewertungen.

auto-waschen-2Tipps für die ersten Tage mit dem Auto im Frühling

Wenn die Tage endlich wieder länger werden und die Temperaturen merklich steigen, dann regen sich nicht nur in uns Menschen die Lebensgeister. Auch Autos wollen nach einem anstrengenden Winter fit gemacht werden für die alltäglichen Anforderungen des Straßenverkehrs. Denn der Winter war für das Auto extrem stressig und hat hier und da Spuren hinterlassen, die es zu beseitigen gilt, um fit und frisch dem Sommer entgegen brausen zu können.

„Frühling lässt sein blaues Band / wieder flattern durch die Lüfte / süße, wohlbekannte Düfte /
streifen ahnungsvoll das Land“...dichtete einst Eduard Mörike. In modernen Zeiten mischt sich ab März /April eines jeden Jahres gerne noch so manche Auspuff-Fahne ins olfaktorische Potpourri. Denn jetzt ist die Zeit, in der kostbare Oldtimer und luftige Cabriolets aus dem Winterschlaf erweckt und getunte Street-Cruiser für die nun anstehende Treffen-Saison aufgehübscht werden. Derweil hat aber die weitaus größte Zahl der Autos gar keine schonende Auszeit nehmen können, sondern sich vielmehr Tag für Tag tapfer durch den Winterstress gekämpft. Auch wenn sich das Auto trotz Minusgrade und widriger Witterung dabei stets als treuer Wegbegleiter erwies, so wäre jetzt ein Check durchaus angesagt. Denn so ganz ohne Blessuren geht die Winterzeit wohl an keinem Fahrzeug vorbei. Und für seine treuen Dienste hat der Wagen durchaus einen Service verdient. Keine Bange: Das Round-Up erfordert weder allzu viel Zeit noch größere technische Kenntnisse. Die investierte Mühe lohnt Ihnen Ihr Auto aber mit Zuverlässigkeit, Verkehrssicherheit, einem pfleglichen Erscheinungsbild und dem Erhalt seines Wiederverkaufswerts.

Weg mit dem Dreck

auto-waschen-3Im Winter sollen Salz und Splitt verschneite und vereiste Straßen befahrbar halten. Nun aber haben die in den Wintermonaten durchaus segensreichen Helfer ihre Schuldigkeit getan, und es gilt, das Auto von den Überbleibseln der vergangenen Monate gründlich zu befreien. Denn Salz und Splitt setzen sich an Fahrwerk und Unterboden fest oder haben sich in den Radhäusern und dem Motorraum eingenistet. Das sieht nicht nur unschön aus, sondern setzt obendrein der Fahrzeugsubstanz gehörig zu. Per Großreinemachen beugen Sie solchen zerstörerischen  Zersetzungstendenzen vor. Zum Glück erledigt sich diese Prozedur vergleichsweise bequem – mit einer Fahrt durch die Waschanlage. Gönnen Sie Ihrem Auto dabei das volle Programm mit Vor- und Unterbodenwäsche. Vor der Fahrt durch die Waschanlage sollten Sie das Auto mit einem Hochdruckgerät reinigen, damit größere Schmutzpartikel nicht auf der Karosserie verbleiben und in der Waschanlage wie Schmirgelsteine fungieren. Im Bereich der Türen (A-Säule, Einstiege, B-Säule) sollte von Hand vorgearbeitet werden. Diesbezüglich erweisen sich sanfte Reinigungsmittel, Mikrofasertücher oder weiche Schwämme als ideale Hilfsmittel. Verwenden Sie reichlich Wasser, um einen Scheuereffekt zu vermeiden, der unschöne Schleifspuren auf der Lackschicht oder den Kunststoffen hinterlassen würde.
Die Technik leidet ebenfalls unter der strengen Witterung. Daher sollten Sie im Motorraum Schläuche und Leitungen auf etwaige Schäden und Steckverbindungen auf ordentlichen Sitz prüfen. Gegebenenfalls Motoröl und Kühlwasser nachfüllen. Die Motorwäsche via Hochdruckgerät sollte hingegen – wenn überhaupt - nur mit größter Vorsicht und Zurückhaltung durchgeführt werden. Denn bei modernen Fahrzeugen sind Elektrik und Elektronik überaus empfindlich. Wer die Arbeit nicht einem Profi überlassen mag, sollte darauf achten, dass der Druck nicht zu hoch eingestellt ist. Außerdem sollte die Spritzdüse nicht direkt und aus nächster Nähe (halten Sie mindestens einen Abstand von 30 cm) auf sensible Aggregate oder Verbindungen gehalten werden.

Wehret den Anfängen! Dem Rost keine Chance

unterbodencheckLevent Konuk (istockphoto)Nach der Grundreinigung steht die Untersuchung von Lack und Kunststoffen auf eventuelle Beschädigungen an. Selbst bei mikroskopisch kleinen Lackschäden wirkt die kalte Jahreszeit meist wie ein Beschleuniger. Feuchtigkeit kriecht unter die schützende Karosserieversiegelung, und schon bald treibt der Rost die hässlichsten Blüten. So festzustellen an Flugrostspuren und Lackpusteln. Häufig zeigt sich der Gilb an den Innenfalzen von Türen oder Heckklappen. Hier schaffen nicht exakte Justierungen zwischen den Blechsegmenten, eingeklemmte Gurte oder Kratzspuren, wie sie im Alltagsbetrieb nahezu unvermeidlich sind, entsprechende Angriffsflächen für den gefräßigen braunen Nager.
Wo sich Flugrost zeigt, bekämpfen Sie diesen am besten mit säurefreien Entfernungsmittel. Kleinen und nicht zu tiefen Kratzern rückt man mit einer guten Politur zu Leibe. Der Handel hält je nach Kratzertiefe verschiedene Polituren auf Lager. In Verbindung mit einer Politurmaschine können Sie wahre Wunder bewirken. Doch Vorsicht! Ähnlich wie beim Hochdruckreiniger will das Handling einer Politurmaschine geübt und beherrscht sein, um am Ende nicht mehr Schaden als Nutzen anzurichten.
Hat der diagnostizierte Lackschaden auch die Grundierung in Mitleidenschaft gezogen, dann sollten Laien lieber professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Dies ist bei kleineren Ausbesserungsarbeiten dank der heutigen mobilen Lack-Doktoren, die eine preiswerte Alternative zum stationären Aufenthalt in einer Fachwerkstatt darstellen, ja auch relativ bequem machbar.

Fahrzeugpflege ist alles andere als Wischi-Waschi

Wer statt der Fahrt zur automatisierten Waschanlage seinem Auto lieber eine traditionelle sanfte Handwäsche gönnen möchte, kann auf diese Weise natürlich ebenfalls sein Auto von den Spuren des Winters befreien. Vorneweg freilich ein wichtiger Hinweis: Nicht nur das Auto, sondern auch die Umwelt will gepflegt sein. Eine mit Reinigungsmittel durchgeführte Autowäsche auf unbefestigtem Untergrund (auch auf durchlässigem Pflasterbelag oder auf Flächen, die örtlich über eine Versickerung entwässert werden) ist wegen des unvermeidlichen Schadstoffeintrags in den Boden in der Regel verboten. Wenn Sie also mit Reinigungsmitteln gegen den Karosserieschmutz zu Felde ziehen, sollten Sie dies ausschließlich auf entsprechend ausgewiesenen Autowaschplätzen tun. Ihre Nachbarn und die Umwelt werden es Ihnen garantiert danken.
Nun aber zurück zur eigentlichen Handwäsche: Tatsächlich schonender im Vergleich zur automatisierten Autopflege wird es nur, wenn man durchgängig mit reichlich Wasser, stets sauberen Schwämmen und Bürsten sowie mildem Reinigungsmittel arbeitet. Außerdem sollten Sie auf die Verwendung hochwertiger Putzmaterialien achten. Billige Kunststoffschwämme mögen sich vielleicht für den Haushalt eignen, aber gewiss nicht für den Lack Ihres Autos. Auch die üblichen Putzmittelchen, die für Haus und Herd tauglich sind, sollten bei der Karosserie- und Kunststoffpflege besser nicht zu Einsatz kommen. Denn mit ihrer aggressiven Rezeptur sind sie für Automaterialien schlichtweg ungeeignet. Also lieber Finger weg.
Bei ungeeignetem Putzgerät, zu wenig Wasser oder der falschen „Putztechnik“ handelt man sich schnell Schmirgelspuren im Lack ein. Achten Sie bei der Handwäsche deshalb darauf, so wenig Druck wie möglich auf Ihr Putzutensil und den darunter liegenden Lack auszuüben. Wischen Sie stets von oben nach unten und spülen Sie Schwämme und Bürsten in möglichst kurzen Abständen sorgfältig aus. Nach der Wäsche wird die Karosserie mit einem hochwertigen Fensterleder abgetrocknet. Auch hier gilt es, kreisende Handbewegungen zu vermeiden, um keine verunstaltenden Oberflächenkratzer entstehen zu lassen.

Felgenpflege – eine runde Sache

felgen-reinigenMark Hatfield (istockphoto)Bevor nun alle zum Kreuzschlüssel greifen, um nun schwupps die Reifen zu wechseln, denken Sie bitte daran, die Sommerreifen nicht zu früh zu montieren. Denn landläufig muss bis zu den sogenannten Eisheiligen (11.-15. Mai 2012) mit Nachtfrost gerechnet werden. Lassen Sie sich also nicht von den bereits recht warmen Frühlingstagen zu übereilter Wechseltätigkeit ermuntern. Nicht dass Pankratius & Co Sie eiskalt auf dem falschen Fuß, oder - schlimmer noch! – mit den falschen Reifen erwischen!
Aber wenn Sie denn dereinst die Pneus wechseln, achten beim Wechsel von Winter- auf Sommerräder gleich einmal auf die Profiltiefe. Gesetzlich vorgeschrieben sind mindestens 1,6 mm, die an den Mess-Makierungen des Reifens abgelesen werden können. Soviel zum ehernen Willen von Vater Staat. Darüber hinaus gehend empfehlen Sicherheitsexperten wie TÜV, GTÜ oder DEKRA für Sommerreifen eine Restprofiltiefe von durchgängig 3-4 mm, um die volle Verkehrssicherheit zu gewährleisten. Noch verwendbare Reifen lagern sie entweder beim Service Ihrer Werkstatt oder zuhause. In jedem Fall sollte Reifen trocken, dunkel und kühl auf ihren nächsten Einsatz warten, um Beschädigungen des Mantels vorzubeugen.
Oftmals werden Winterreifen komplett mit einer dazu passenden Stahlfelge montiert. Aber zuweilen werden die Winter-Pneus auch auf die kostbaren Leichtmetallfelgen gesattelt. In diesem Fall wären die Alu-Räder vor der großen Wagenwäsche mit säurefreiem Felgenreiniger einzusprühen, damit sich der in die Felgenoberfläche eingenistete Bremsstaub lösen kann. Möglicherweise müssen Sie diesen Arbeitsgang einig Male wiederholen. Sobald das Rad wieder blitzblank ist, schützen Sie die Oberfläche am besten mit einer hochwertigen und hitzefesten Felgenversiegelung. Achtung: Beim nachträglichem maschinellen Polieren der Leichtmetallfelge, wie es in der Tuning-Szene sehr beliebt ist, kann aufgrund des Materialabtrags unter Umständen das Festigkeitsgutachten der Felge ungültig werden und die allgemein Betriebserlaubnis des Rads erlöschen. Zur eigenen Sicherheit sollte man Reparaturen und Verschönerungsarbeiten am Alu-Rad genauestens mit der Werkstatt und im Zweifel mit einem Prüfexperten besprechen.
Der guten Ordnung halber sei erwähnt, dass die aufgezogenen Reifen auf korrekten Luftdruck geprüft werden sollten. Dabei auch bitte gleich den Luftdruck des Reserverads checken – so Ihr Auto denn überhaupt noch über eines verfügt. Sicher ist eben sicher.

Glasklar: Durchblick ist wichtig

wischergummisBanksPhotos (istockphoto)Der Frühjahrsputz ist auch die passende Gelegenheit, sämtliche Glasflächen von innen und außen zu reinigen. Über die Zeit legt sich – auch bei Nichtraucherfahrzeugen – nämlich ein feiner Grauschleier über die Innenseite der Windschutzscheibe, der die Sicht vor allem bei Dunkelheit und entgegenkommendem Verkehr gefährlich erschweren kann. Hier sorgt ein haushaltsüblicher Glasreiniger rasch wieder für vollen Durchblick.
Poröse oder eingerissene Scheibenwischer sollten ausgetauscht werden, um eine gleichmäßige, schlierenfreie Reinigung des Blickfeldes zu gewährleisten. Sogenannte Riefen-Doktoren, die vorgeben, die Gummis mehrmals wieder mit im bloßen Handumdrehen nachschärfen zu können, finden in der Netzgemeinde ein geteiltes Echo. In der Regel verbirgt sich in dem faustkeilgroßen Plastikgerät nämlich lediglich ein Streifen Schmirgelpapier. Für nur wenig mehr Geld kann man im gut sortierten Zubehörhandel meist ein komplettes Set frische Wischer erstehen.
Aufgewirbelter Splitt hat sich möglicherweise in Form feiner Kratzer im Glas der Scheiben verewigt. Das sich dadurch brechende Licht entgegenkommender Fahrzeuge kann bei Dunkelheit zu gefährlichen Sichtbeeinträchtigen führen. Solche feinen Kratzer lassen sich jedoch mit einer entsprechenden Scheibenpolitur entfernen. Große Kratzer im Sichtfeld des Fahrers sind hingegen ebenso wenig zulässig wie Risse oder Steinschläge. Sie dürfen nicht repariert werden, da auf diese Weise unzulässige Verzerrungen im Glas entstünden. In diesen Fällen wäre dann ein Austausch der kompletten Scheiben unverzüglich erforderlich.

Fantastisch elastisch: So bleiben Gummis fit

Der Winter hat auch den Kunststoffen und Gummiteilen heftig zugesetzt. Besonders die Tür- und Haubendichtungen mussten im Winter einiges aushalten. Wer es nämlich während des Winters versäumte, die Tür- und Heckklappendichtungen mit Vaseline oder Melkfett einzufetten, der hat bei eisigen Temperaturen nicht nur an der Tür, sondern eben auch an den angefrorenen Gummis gezerrt. Angesichts der brachialen Prozedur kann es keine Überraschung sein, wenn die Gummis dann Ausfransungen zeigen oder sich sogar von Ihren Klebestellen abzulösen beginnen. Solche sichtbaren Mängel gilt es natürlich zu beheben, wenn man auch im nächsten Winter Feuchtigkeit und kalte Luft den Weg ins Fahrzeuginnere zuverlässig verwehren möchte. Ansonsten werden die strapazierten Kunststoffbesätze der Karosserie jetzt mit einem Tiefenpfleger wieder auf Vordermann gebracht. Das verleiht dem Material mehr Geschmeidigkeit und farbliche Sättigung. Derweil werden die Innendichtungen von Türen und Fenstern mit einem Gummipfleger bearbeiten, um das Material schön flexibel zu halten.

Auch mal auf die inneren Werte achten...

cockpit-pflegeIm knackig kalten Winter ist man froh, das Auto während kürzerer Fahrten überhaupt warm zu kriegen. Daher bleiben die Fenster häufig geschlossen. Und auch der Dauereinsatz des Gebläses vermag nicht unbedingt für den optimalen Austausch der Innenluft zu sorgen. Ein Übriges bewirken Feuchtigkeit und Schmutz, die Einsteigende unweigerlich mit ins Auto schleppen. Aus den genannten Gründen riecht es im Auto daher etwas feucht und muffig. Den Mief kann man nun mit den in zahllosen Variationen erhältlichen Raumparfums zu überdecken versuchen, aber die Atemluft wird sich durch den Einsatz pseudoexotischer Kreationen aus dem Chemiebaukasten vermutlich eher nicht verbessern lassen. Effektiver – und ein warmer Frühlingssamstag bietet dafür die ideale Gelegenheit – ist es sicherlich, das Auto mal ausgiebig durchzulüften. Sorgen sie bei weit geöffneten Türen und Klappen daher mal für frischen Wind, damit eine belebende Frühlingsbrise den Wintermief nachhaltig vertreiben kann.
Die Fußmatten werden allesamt aus dem Auto entfernt, kräftig ausgeklopft, gesaugt, möglicherweise auch nochmals speziell gereinigt und anschließend in der warmen Sonne getrocknet. Bei dieser Gelegenheit, checken sie gleich auch mal den Kofferraum durch. Unter der Abdeckwanne sammelt sich in den Mulden für Reserverad und Pannenhilfe gerne Feuchtigkeit. Dort sorgt diese beständig für ein unangenehmes Innenraumklima und natürlich auch für Korrosionsgefahr im Kofferraum. Solche Feuchtgebiete gilt es trocken zu legen – und im Auge zu behalten. Schauen Sie immer wieder mal nach, ob sich auch weiterhin an den neuralgischen Stellen Wasser sammelt. Sollte es sich tatsächlich so verhalten, müssen sie sich auf der Suche nach der undichten Stelle im Kofferraum oder der Heckklappendichtung machen.
Nicht minder tragen auch die Polster und Teppiche zur Wohlfühl-Atmosphäre des Innenraums bei. In der Polstern sammeln sich nicht nur Krümel und Staub, sondern leider auch Pilze und Bakterien, die sich in einer feucht-schmutzigen Umgebung wie zu Hause fühlen, so dass sich eine Reinigung der Innenreinrichtung nicht nur aus optischen, sondern eben auch aus hygienischen Gesichtspunkten empfiehlt. Zunächst rückt man dem Schmutz mit einem kräftigen Staubsauger zu Leibe. Nötigenfalls sind die Polster mit entsprechenden Reinigungsmitteln zu bearbeiten. Bei erweitertem Bedarf ist auch der Einsatz von Desinfektionsmittel zu empfehlen, um Gerüche zu neutralisieren und das Bakterienwachstum gleichsam im Keim zu ersticken. Achten Sie dabei aber auf die Verwendung allergiegestesteter Mittel, um den Teufel nicht mit dem Belzebub auszutreiben. Denn was nützt die hygienische Antiseptik, wenn sie oder ihre Mitfahrer auf einen der verwendeten Zusatzstoffe empfindlich reagieren.
Deutlich leichter fällt dagegen die Reinigung und Pflege der im Innenraum verbauten Kunststoffe. Ganz oft kann man bei Armaturenträger und Innenverkleidungen bereits mit einem weichen Mikrofasertuch und etwas klarem Wasser beste Ergebnisse erreichen. Bei hartnäckigeren Verschmutzungen kommen milde Reinigungsmittel zum Einsatz. Achtung: Letztendlich entscheidend die Ausstattung (Kunststoff, Leder, Velours) über die Wahl der richtigen Reinigungsprodukte! Putzteufel müssen aufpassen, dem Innenraum nicht zuviel des Guten anzutun. Nicht alles, was der Pflegemarkt anbietet, passt auch zu Ihrem Auto. Für die Aufarbeitung von Kunststoffen gibt es eine Vielzahl von Produkten. Manche lassen den Armaturenträger nach der reinigenden Behandlung allerdings glänzen wie eine Speckschwarte. Ob diese Optik und die spiegelglatte Oberfläche zum Charakter Ihres Autos passt, müssen Sie selbst entscheiden. Am besten wird es sein, die Wirkung einer Kunststoffreinigung und –auffrischung zunächst an einer weniger ins Auge springenden Stelle auszuprobieren. Säulenverkleidungen und Dachhimmel bestehen heute oft aus einem filzartigen Material. Wer hier zu heftig schrubbt, riskiert unter Umständen Verfärbungen oder Ausfransungen der Materialstruktur. Auch hier gilt: Weniger ist oftmals mehr.

Unnötigen Ballast abwerfen

kofferraumGrzegorz Kula (istockphoto)Vom Kofferraum war ja schon bereits beim Thema „Feuchtigkeit im Innenraum“ die Rede. Werfen Sie nun nochmals einen Blick ins Gepäckabteil. Diesmal aber nicht, um nach eventueller Feuchtigkeit Ausschau zu halten, sondern nach überflüssigem Zeug, das sich über die Monate angesammelt hat. Alles, was sie nicht mehr benötigen, um durch den Winter zu kommen, sollte nun auch nicht mehr im Kofferraum als unnötiger Ballast durch die Gegend kutschiert werden. Überflüssige Utensilien rauben Stauraum. Außerdem summiert sich deren Gesamtgewicht oftmals zu einer Größe, die sich durchaus spürbar negativ auf den Benzinverbrauch auswirkt. Denken Sie dran: Jedes Kilo kostet Kraftstoff.
Unverzichtbar ist allerdings ein funktionsfähiges und vollständiges Pannen-Set. Sind Warndreieck und Sicherheitsweste im Auto vorhanden? Haben die Batterien der etwaig mitgeführten Warnleuchte oder Taschenlampe den Winter gut überstanden? Wie steht es um das Erste-Hilfe-Set? Alles vollständig? Ist die Verwendbarkeit noch gegeben (Verfallsdatum beachten)?

Alles zu seiner Zeit: Auf den richtigen Scheibenreiniger kommt es an

Gleich ist es geschafft! Nach der Inspektion des Kofferraums ist noch einmal der Motorraum an der Reihe. Und zwar geht es nun um den Austausch des Scheibenreinigers. Sicherheitsexperten empfehlen, die Wischwasser-Anlagen immer einheitlich – also entweder nur Sommerreiniger  oder nur Winterreiniger – zu verwenden. Mischungen seien aus zweierlei Gründen nicht zu empfehlen. Erstens bestünde die Gefahr, dass bei Vermengung von Sommer- und alkoholhaltigem Winterreiniger Feststoffe ausfallen, welche die Düsen der Scheibenwaschanlage verstopfen. Zweitens sei im Sommer uneingeschränkte Reinigungsleistung gegen hartnäckigen Insektenschmutz gefordert.

So, das war’s. Wenn Sie den Check gemeistert haben, dürfte dem ungetrübten Frühlings-Fahrspaß nichts im Wege stehen. In diesem Sinne wünschen wir: Allzeit gute Fahrt.

 

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