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Auto, motor und sport Winterreifentest 2017: Continental auf der Überholspur

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(11 Bewertungen, 3.18 von 5)
Auto, motor und sport Winterreifentest 2017: Continental auf der Überholspur3.18 von 5 basiert auf 11 Bewertungen.

Eisige Temperaturen und meterhohen Schnee gibt es mittlerweile nur noch selten in mitteleuropäischen Regionen. Blitzeis, Schneeregen und Minusgrade lassen sich allerdings auch bei uns finden. Deshalb ist der Wechsel vom Sommerreifen zum Winterreifen notwendig. Empfehlenswert ist dabei ein Zeitraum von Oktober bis Ostern. Überrascht der Wintereinbruch allerdings bereits früher, heißt es: schlau machen, welcher Winterreifen empfehlenswert ist und zuschlagen! Auto, motor und sport hat auch dieses Jahr wieder Winterreifen getestet, um Ihnen die Entscheidung zu vereinfachen.

Diesmal sind es 10 Reifen in der Dimension 225/45 R 18 für schnittige Mittelklassenmodelle. Als Testmodell diente ein BMW 430i Gran Coupé. In den Kategorien Schnee, Nässe, Trockenheit und Umwelt fuhr der WinterContact TS 850 P aus dem Hause Continental allen davon. Klarer Verlierer des auto, motor und sport Winterreifentest 2017 ist der WeatherMaster SA2+ des Engländers Cooper.

Die Ergebnisse des auto, motor und sport Winterreifentests 2017:

Winterreifen
225/45 R18 95V
TestergebnisSchneeNässeTrockenheitUmweltEinzelpreis (inkl. MwSt.)
Continental WinterContact TS 850 P sehr empfehlenswert 8,7/10 9,6/10 9,1/10 8,0/10 ab 140,21 €
Dunlop SP Winter Sport 5 empfehlenswert 8,9/10 8,9/10 8,5/10 7,3/10 ab 136,30 €
Semperit Speed-Grip 3 empfehlenswert 9,9/10 7,2/10 7,6/10 8,6/10 ab 112,05 €
Michelin Pilot Alpin PA4 empfehlenswert 8,4/10 7,7/10 8,1/10 7,2/10 ab 142,16 €
Fulda Kristall Control HP2 noch empfehlenswert 9,5/10 6,8/10 7,3/10 7,9/10 ab 112,37 €
Pirelli Winter Sottozero 3 noch empfehlenswert 7,8/10 7,9/10 8,2/10 6,6/10 ab 127,03 €
Nokian WR A4 noch empfehlenswert 7,1/10 6,3/10 9,2/10 10/10 ab 131,54 €
Hankook Winter I*cept evo2 noch empfehlenswert 8,1/10 6,8/10 8,3/10 7,3/10 ab 107,71 €
Kumho WinterCraft WP71 noch empfehlenswert 7,8/10 7,1/10 7,8/10 6,5/10 ab 81,92 €
Cooper WeatherMaster SA2+ bedingt empfehlenswert 6,9/10 6,8/10 7,1/10 5,9/10 ab 94,40 €

Continental entscheidet das Rennen

Bestleistungen in nahezu allen Kategorien zeigt der Testsieger Continental WinterContact TS 850 P. Durchsetzen kann sich der Favorit vor allem im Einsatz bei Nässe. Dabei sind vor allem der kurze Bremsweg bei Nässe und die gute Nasshaftung zu erwähnen. Abstriche muss man beim Aquaplaning machen. Hier schwimmt der Conti TS 850 P verhältnismäßig schnell auf. Trotz geringen Defiziten bei der Seitenführung macht der Winterreifen auch auf Schnee eine gute Figur. Auch auf trockenem Asphalt kann der WinterContact TS 850 verlässlich punkten. Der Winterreifen eignet sich ideal für europäische Winter, wo nasse und trockene Straßen überwiegen. Fazit: definitiv sehr empfehlenswert.

Dunlop, Semperit und Michelin folgen dicht dahinter

Ebenfalls als empfehlenswert haben sich die Winterreifen von Dunlop, Semperit und Michelin erwiesen. Der Dunlop SP Winter Sport 5 glänzt durch ein sehr sicheres Bremsen bei Schnee, ausgewogene Eigenschaften bei Nässe und durch eine hohe Verlässlichkeit auf trockener Fahrbahn. Bei der Kürze des Bremswegs auf Schnee schlägt der Dunlop sogar den Testsieger Continental. Im Gegensatz zur Bremsleistung, lässt die Seitenführung auf Schnee etwas zu wünschen übrig. Diese Schwäche kann allerdings durch das angenehme Handling und die schnellen Rundenzeiten ausgeglichen werden.

Preislich hebt sich hier vor allem der drittplatzierte Semperit Speed-Grip 3 vom Testsieger und den beiden Kontrahent im oberen Mittelfeld ab. Bestleistungen zeigt der Winterreifen beim Bremsen auf verschneitem Untergrund. Ebenfalls sind Seitenführung, Traktion und Handling auf schneebedeckter Fahrbahn kaum zu toppen. Zugeständnisse müssen allerdings bei der Kurvenfahrt bei Trockenheit gemacht werden. Freude beim Fahren durch schneereiche Regionen hat man definitiv mit dem Semperit Speed-Grip 3.

Vom Preis her nehmen sich der Testsieger und der Michelin Pilot Alpin PA4 nichts. Leitungstechnisch gibt es kleine, aber entscheidende Unterschiede. Hier gerät der Winterreifen von Michelin an seine Grenzen. Konstant gute Leistungen in allen Kategorien, machen den Michelin Pilot Alpin PA4 allerdings zu einer echten Alternative.

Für alpine Regionen: Fulda Kristall Control HP2

Der Fulda Kristall Control HP2 eignet sich vor allem zum Einsatz auf verschneiter Fahrbahn. Hier sticht vor allem die Traktionsleistung und das hervorragende Bremsverhalten hervor. Aquaplaning ist ebenfalls kein Problem für den Fulda Winterreifen. Abzug in der Wertung gibt es für das geringe Gripniveau auf trockener Fahrbahn. Daher ist der Fulda Kristall Control HP2 zwar empfehlenswert, aber vorrangig in alpinen Regionen sinnvoll.

Genau in der Mitte siedelt sich der Pirelli Winter Sottozero 3 an. Vorteile sind vor allem die ausgewogenen Linkwinkelreserven und das Handling auf allen Teststrecken in der Nähe des finnischen Ivalo. Als kleine Schwäche zeigt sich der hohe Rollwiederstand, daher kann der Pirelli Winterreifen nicht uneingeschränkt empfohlen werden.

Überrascht hat der finnische Winterreifen von Nokian im diesjährigen Test von auto, motor und sport. Die Stärken des Nokian WR A4 liegen nicht bei winterlichen Straßenverhältnissen, sondern auf trockenen Pisten. Wer sich bei Nässe ohnehin zurückhält, findet mit dem Nokian WR A4 allerdings einen soliden Partner für die kalte Jahreszeit.

Als letzter im Ziel: Cooper SA2+

Der Winterreifen von Cooper geht zwar ins Ziel, allerdings nicht besonders erfolgreich. In allen drei Bereichen schleift der Cooper WeatherMaster SA2+ hinterher und verliert letztendlich den Anschluss zum Mittelfeld. Die Bremswege auf trockenem Untergrund sind akzeptabel, Komfort, Anlenken und der Rollwiderstand lassen allerdings zu wünschen übrig.

Als absoluter Newcomer kann auch der Kumho nicht mit dem Testsieger mithalten. Der Kumho Wintercraft WP71 zeigt zwar gute Leistungen beim Bremsen auf Schnee und bei Trockenheit, fahrdynamisch hat er jedoch Defizite, wie auch bei Nässe. Wer bei nasser Fahrbahn auf geringe Geschwindigkeiten setzt, kann mit dem Kumho einen preisgünstigen Winterreifen erwerben.

Ein ausgewogenes Paket bietet der Hankook Winter i*cept evo² auf dem siebten Platz beim diesjährigen Winterreifentest von auto, motor und sport. Schnee und Trockenheit sind für den Winterreifen kein Problem, bei nasser Fahrbahn verliert der Reifen allerdings seine konstant gute Leistung.

Abschließender Rundenbericht

In diesem Jahr wurden die verschiedensten Winterreifen der Dimension 225/45 R 18 getestet und ausgewertet. Newcomer, alte Bekannte und Favoriten der letzten Jahre haben sich mehr oder weniger gut geschlagen. Wer einen sicheren Winterreifen möchte, der herausragende Leistungen bei winterlichem Wetter sucht und dabei auch etwas tiefer in die Tasche greift, der ist mit dem WinterContact TS 850 P von Continental auf der richtigen Spur. Deutlich günstiger, aber dennoch überzeugend durch Topleistungen beim Bremsverhalten auf verschneiter Strecke ist der Semperit Speed-Grip 3.

Abstand sollte vom letztplatzierten Cooper SA2+ genommen werden. Schließlich kommt es beim europäischen Winter vor allem auf gute Leistungen bei Nässe an, da Schneeregen und Regenschauer in der Winterzeit alltäglich sind und die Sicherheit auf den Straßen vor allem durch die richtigen Winterreifen deutlich erhöht werden kann.

Die gesammelten Ergebnisse und ausführliche Details zum Winterreifentest 2017 finden Sie im Testbericht auf der auto, motor und sport Webseite.

Sie erhalten die getesteten Reifen bei folgenden Händlern:

 

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