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Auto Bild sportscars Winterreifentest 2017: 10 Reifen für Sportwagen getestet

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Auto Bild sportscars Winterreifentest 2017: 10 Reifen für Sportwagen getestet5.00 von 5 basiert auf 1 Bewertungen.

 Für einen sportlichen Fahrspaß im Winter sind breite Winterreifen mit ihren großen Sicherheitsreserven der ideale Begleiter. Am Golf GTI Performance testete das Magazin Auto Bild Sportscars 10 Reifen in der Dimension 225/40 R 18 auf ihre Fahrsicherheit bei sportlichen Fahrten im Schnee, bei Nässe und auf trockener Straße. Um Vergleichswerte für die Trocken- und Nasseigenschaften zu haben, prüften die Experten des Magazins einen Sommerreifen mit. Die Bewertung erfolgte dann in Schulnoten von 1 bis 6 mit unterschiedlicher Gewichtung der Disziplinen.

Zwei Sieger auf dem Treppchen

Im Auto Bild sportscars Winterreifentest gibt es 2017 gleich zwei Sieger: Continental WinterContact TS 850 P und Michelin Pilot Alpin PA4. Sie holen sich die Auszeichnung durch hervorragende Leistungen in allen Disziplinen. Der Reifen von Continental hat ein dynamisches Handling und lenkt präzise ein. Der Michelin geht als Schneekönig aus dem Test hervor. Er hat die besten Leistungen in Traktion, Bremsen, Handling und Slalom in dieser Kategorie. Den einzigen großen Minuspunkt gibt es für beide Winterreifen für den beträchtlich hohen Preis.

Den Goodyear Ultra Grip Performence Gen-1 zeichnen die Tester ebenfalls mit „vorbildlich“ aus. Mit seinen guten Wintereigenschaften, der erstklassigen Aquaplaningsicherheit und dem sportlichen Handling bei Schnee und Nässe hat er den 3.Platz auch redlich verdient. Am Testsieg ist er durch sein nur durchschnittliches Gripniveau auf der trockenen Fahrbahn vorbeigeschrammt.

Die Testergebnisse im Überblick

Winterreifen
225/40 R 18
TestergebnisSchneeNässeTrockenheitEinzelpreis (inkl. MwSt.)
Continental WinterContact TS 850 P Testsieger 2 1- 2+ ab 119,63 €
Michelin Pilot Alpin PA4  Testsieger 1- 2+ 2 ab 123,32 €
Goodyear UltraGrip Performance Gen-1 vorbildlich 2+ 2+ 2 ab 112,75 €
Dunlop Winter Sport 5 gut 2+ 2+ 2- ab 106,35 €
Pirelli Winter Sottozero 3 gut 2+ 2 2- ab 113,15 €
Hankook Winter i*cept evo² befriedigend 2 2- 2- ab 100,02 €
Cooper WM-SA 2+ befriedigend 3+ 2+ 2- ab 92,90 €
Fulda Kristall Control HP2 befriedigend 2+ 3+ 2- ab 99,70 €
Nokian WR A4 befriedigend  2- 3+ 2 ab 116,01 €
Sunny Wintermax A1 NW211 nicht empfehlenswert  2+ 4- 3+ ab 46,20 €

„Gut“ für Dunlop und Pirelli

Schnee und Eis bereiten dem Dunlop Winter Sport 5 kaum Probleme. Er bleibt hier auch in Kurven auf der Straße haften. Im Aquaplaningtest zeigt er vorbildliche Leistungen und sein Nasshandling ist dynamisch. Aber auch er verliert auf trockenen Straßen etwas an Grip und könnte noch etwas kürzere Trockenbremswege haben.

Der Pirelli Winter Sottozero 3 trumpft mit einer stabilen Seitenführung im Schnee-Slalom und einem sicheren Handling. Er lenkt präzise ein und kann beim Trockenbremsen mit den anderen Reifen mithalten. Dafür verursacht er jedoch laute Vorbeifahrgeräusche und verliert auf trockener Fahrbahn leicht an Haftung in den Kurven.

4 Winterreifen im Mittelfeld

Das Mittelfeld führt der Hankook Winter i*cept evo2 an. Für einen vergleichsweise niedrigen Preis erhalten Käufer einen Winterreifen mit überzeugenden Winterqualitäten und hervorragender Aquaplaningvorsorge. Die Bremswege auf Schnee hält er kurz, doch auf nasser und trockener Fahrbahn verlängern sie sich erheblich. Bei Regen und Nässe verliert er in Kreisbahnen außerdem an Haftung.

Der Cooper Weather-Master SA 2+ überzeugt die Prüfer in den Tests auf der nassen Piste mit einer hohen Aquaplaningsicherheit, einem kontrolliertem Handling und guten Bremsleistungen. Sein Rollwiderstand ist zu hoch und die Trockenbremswege verlängert. Unter winterlichen Bedingungen holt er in allen Disziplinen die wenigsten Punkte und ist für Fahrten auf Schnee deshalb nur bedingt geeignet.

Auch der Fulda Kristall Control HP2 ist einer der günstigeren Reifenmodelle. Auf Schnee fährt man mit ihm sicher, auch durch kurvige Strecken. Auf der trockenen Teststrecke schlägt er sich in allen Disziplinen bis auf „Bremsen“ ebenfalls gut. Seine Nässequalitäten sind jedoch schwach, da er verzögert auf Lenkimpulse reagiert, spät abbremst und schnell untersteuert.

Sportliche Fahrten ohne Risiko sind mit dem Nokian WR A4 vor allem auf der trockenen Piste möglich, denn er hat ein gutes Trockenhandling. Zudem hat er einen geringen Rollwiderstand und fährt somit recht sparsam. Doch im Aquaplaningtest stellen die Experten nur mäßige Reserven fest und auf nassen und verschneiten Strecken spricht er mit Verzögerung auf Lenkimpulse an.

Sunny ist das Schlusslicht

Die Ergebnisse für den Sunny Wintermax A1 NW211 sehen eher wenig sonnig aus. Während er auf Schnee noch mit kurzen Bremswegen, einer super Traktion und guter Seitenführung glänzt, lässt er sich auf trockenem Untergrund nur verzögert Lenken, verzeichnet die längsten Bremswege im Winterreifentest und hat einen geringen Komfort. Für unsere milden Winter mit viel Matsch und Nässe ist er nicht geeignet, da er zum Aquaplaning neigt, sich unpräzise händeln lässt, in Kreisbahnen schnell an Grip verliert und gefährlich lange Bremswege herbeiführt. Er stellt ein Sicherheitsrisiko dar, weshalb die Experten von Auto Bild sportscars von ihm abraten.

 

Weitere Informationen und Details zum Test finden Sie ab sofort in der Ausgabe 11 / 2017 der Auto Bild sportscars.

Die Testsieger gibt es zu guten Preisen bei folgenden Händlern:

 

 

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