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ADAC Winterreifentest 2015 / 2016

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ADAC Winterreifentest 2015 / 20164.54 von 5 basiert auf 91 Bewertungen.

Wenn im September die Temperaturen fallen und der Herbst deutlich zu spüren ist, denken immer mehr Autofahrer an die bevorstehende Wintersaison. Der ADAC-Winterreifentest 2015 ist dabei eine wichtige Hilfestellung für Autofahrer, die auf der Suche nach neuen Pneus für die kalte Jahreszeit sind. In Kooperation mit der Stiftung Warentest und Verbraucherschutz-Organisationen, prüft der Allgemeine Deutsche Automobil Verband (ADAC) die Winterreifen auf zahlreiche relevante Kriterien. Seit über 40 Jahren zählt der Winterreifentest zu den wichtigsten Orientierungspunkten beim Neukauf von Reifen und steht medial im Fokus. Aus diesem Grund legen auch die Reifenhersteller großen Wert auf eine gute Platzierung beim ADAC-Winterreifentest 2015.

Das Video zum ADAC Winterreifentest 2015 gibt einen Überblick über den Test und die Ergebnisse.

»» Ergebnisse Winterreifentest - 165/70 R14 T
»» Ergebnisse Winterreifentest - 205/55 R16 H

» Preise im Online-Handel fallen im Herbst
» Die wichtigsten Marken im ADAC Winterreifentest 2015
» Alle Informationen zur Winterreifenpflicht in Deutschland
» Reifendimensionen - Die richtige Größe für Ihre Winterreifen
» So können Sie sparen wenn Sie Winterreifen kaufen
» 5 Tipps zum Kauf von Winterreifen für 2015/ 16

Winterreifentest der Dimension 165/70 R14 T für Pkw der Kleinwagenklasse

Der ADAC hat in Zusammenarbeit mit der Stiftung Warentest für die Winterreifensaison 2015/2016 aktuelle Reifen der Dimension 165/70 R 14 T für Pkw getestet. Unter den 16 Winterreifenmodellen für Autos der Kleinwagenklasse wie beispielsweise Fiat Panda, Seat Ibiza, VW Polo oder Renault Kangoo vergab der ADAC bei drei Modellen das Testurteil „gut“, neun Modelle erhielten die Auszeichnung „befriedigend“, ein Modell absolvierte den Test mit einem „ausreichend“ und drei Schlusslichter erhielten das Prädikat „mangelhaft“.

Reifenmodell
165/70 R14 T
TesturteilTrockenNassSchneeEisGeräuschVerbrauchVerschleißEinzelpreis (inkl. MwSt.)
Goodyear UltrGrip 9 Gut 2,5 1,8 2,2 2,5 2,9 1,9 2,0 ab 46,01 €
Michelin Alpin A4 Gut 2,0 2,5 2,1 2,5 3,4 2,2 0,5 ab 51,30 €
Dunlop SP Winter Response 2 Gut 2,4 2,5 1,9 2,3 2,9 1,6 2,5 ab 46,01 €
Fulda Kristall Montero 3 Befriedigend 2,2 2,6 2,0 2,5 3,1 2,0 2,0 ab 36,35 €
Bridgestone Blizzak LM001 Befriedigend 2,1 2,7 1,9 2,7 3,4 2,2 1,5 ab 41,40 €
Continental ContiWinterContact TS850 Befriedigend 2,0 1,9 1,9 2,7 3,1 1,9 1,5 ab 48,30 €
Falken Eurowinter HS449 Befriedigend 2,1 2,7 2,7 2,3 2,9 2,1 2,5 ab 34,63 €
Uniroyal MS plus 77 Befriedigend 2,8 2,5 2,1 2,9 3,0 2,2 2,0 ab 37,35 €
Pirelli Winter Snowcontrol Serie 3 Befriedigend 3,0 2,3 2,7 2,3 3,4 2,3 2,5 ab 44,00 €
Semperit Master-Grip 2 Befriedigend 2,5 2,7 2,1 3,0 2,7 2,2 2,5 ab 37,67 €
Barum Polaris 3 Befriedigend 2,3 3,1 2,5 2,7 3,2 2,3 2,0 ab 36,40 €
Firestone Winterhawk 3 Befriedigend 2,2 3,5 2,3 2,8 3,3 1,8 0,5 ab 38,46 €
Matador MP54 Sibir Snow Ausreichend 2,6 3,6 2,5 2,7 3,3 2,3 2,0 ab 38,21 €
Aeolus Snowace AW02 Mangelhaft 3,5 5,5 2,3 2,8 3,7 1,9 2,0 ab 40,29 €
Ling-Long Greenmax Winter HP Mangelhaft 3,3 5,5 3,0 2,5 3,3 1,9 2,0 ab 29,71 €
Mentor M200 Mangelhaft 2,7 5,5 3,5 3,0 4,5 2,1 0,5 andere Größen ab 26,00 €

Goodyear, Michelin und Dunlop – Die Spitzenreiter im Test

Als Testsieger ging aus dem diesjährigen ADAC-Winterreifentest der Goodyear UltraGrip 9 mit einem Gesamturteil von 2,2 also „gut“ hervor. Zu den absoluten Stärken des insgesamt ausgewogenen Winterreifens der Dimension 165/70 R 14 T zählt das Verhalten auf nasser Fahrbahn. Hier erhielt der Goodyear die Testbestnote von 1,8. Des Weiteren zeichnet sich der UltraGrip 9 durch einen geringen Kraftstoffverbrauch aus.

Platz 2 auf dem Siegertreppchen nahm der Michelin Alpin A4 ein, welcher ebenfalls mit Note 2,2 ausgezeichnet wurde, jedoch nicht so ausgewogen wie der vor ihm Platzierte ist. Während er in puncto Verschleiß mit „sehr gut“ abschneidet, müssen bei den Prüfkriterien Innen- und Außengeräusch ein paar Abzüge gemacht werden. Ansonsten performed der Michelin solide auf verschneiter Fahrbahn und sahnt die Bestnoten im Bereich der trockenen Fahrbahn ab.

Die Bronzemedaille erhält in diesem Jahr der Winter Response 2 des Herstellers Dunlop. Mit dem ADAC Urteil 2,3 landet er kurz hinter den beiden Spitzenplätzen. Besonders auf Schnee und Eis sowie in puncto Kraftstoffverbrauch kann der Winter Response 2 mit Bestnoten überzeugen.

Aktuelle Winterreifen-Testsieger

testsieger-winter

Die nachfolgenden Reifenmodelle sind als Testsieger aus den Untersuchungen namhafter Insitutionen und Fachzeitschriften hervorgegangen.

Winterreifentest 2015 - Alle Testsieger der Saison im Überblick.

Continental, Bridgestone, Falken & Co. – Solides Mittelfeld

Bei sechs der neun im befriedigenden Mittelfeld liegenden Winterreifen wurden Schwächen auf nasser Fahrbahn festgestellt - beim Fulda Kristall Montero 3, Bridgestone Blizzak LM 001, Falken Eurowinter HS449, Barum Polaris 3 sowie Firestone Winterhawk 3 führte diese Abwertung auf nasser Fahrbahn sogar zur Abwertung der Gesamtnote, da der Nassbereich mit 30% Gewichtung das wichtigste Prüfkriterium darstellt.

Beim Continental ContiWinterContact TS 850 führt hingegen die schlechte Performance auf vereister Fahrstrecke zur Abwertung der Gesamtnote.

Mit „sehr gut“ in der Prüfkategorie „Verschleiß“ und somit als äußerst verschleißarm erwiesen sich die Modelle von Bridgestone, Continental und Firestone.

Der einzig als „ausreichend“ im Test bewertete Winterreifen ist der Matador MP54 Sibir Snow, welcher es durch seine lediglich mit 3,6 bewerteten Ergebnisse auf nasser Fahrbahn kein befriedigendes Ergebnis abliefern konnte.

Aeolus, Linglong und Mentor – Die Schlusslichter im Test

Massive Schwächen beim Handling, der Kreis/Seitenführung sowie beim Bremsen auf nasser Fahrbahn ermöglichten dem Aeolus Snowace AW02 nur ein Gesamtergebnis von 5,5 und somit fiel er durch und erhielt ein „mangelhaft“. Selbst die gute Performance auf Schnee und der relativ geringe Kraftstoffverbrauch konnten die schwachen Ergebnisse auf nasser sowie trockener Fahrbahn nicht wettmachen.
Auch der Linglong Green-Max Winter HP sowie der Mentor M200 konnten nicht mit ihrer Performance auf nasser Fahrbahn überzeugen und fielen hier beide ebenfalls durch. Die erhöhte Geräuschentwicklung mussten die Prüfer ebenfalls beanstanden. Einziger Lichtblick in den Ergebnissen des Mentor M200 war die Bestnote im Bereich Verschleiß.

 


 

Die Testergebnisse der Größe 205/55 R16 H für Kompaktfahrzeuge

Insgesamt 19 Modelle in der Dimension 205/55 R 16 H wurden im diesjährigen ADAC Winterreifentest auf Herz und Nieren geprüft. Die Reifengröße ist bei Autofahrern und Reifenherstellern äußerst populär. Aktuelle Modelle wie Opel Astra, Mini Cooper, Renault Megane, Honda Civic & Co., benötigen die Dimension 205/55 R 16 H. Für Hersteller ist diese Dimension eine sogenannte Entwicklungsgröße. Kleinere und größere Modelle werden davon lediglich abgeleitet und weisen somit ähnliche Merkmale auf. Für die Reifenhersteller bedeutet das: gute Ergebnisse lassen sich auf viele Reifendimensionen übertragen, schwerwiegende Mängel allerdings ebenso. Die Ergebnisse des ADAC-Winterreifentests 2015 sind besonders für Autofahrer zufriedenstellend. Ein enges Mittelfeld lässt dem Kunden die Qual der Wahl und nur ein Winterreifen erhält das Testurteil „mangelhaft“. Als Sieger geht indessen ein deutscher Rundling hervor.

Reifenmodell
205/55 R16 H
TesturteilTrockenNassSchneeEisGeräuschVerbrauchVerschleißEinzelpreis (inkl. MwSt.)
Continental ContiWinterContact TS850 Gut 1,9 2,0 1,9 2,5 2,9 1,8 1,5 ab 77,95 €
Yokohama W.drive V905 Gut 1,7 2,5 2,5 2,5 3,3 2,1 2,5 ab 67,04 €
Goodyear UltraGrip 9 Befriedigend 2,7 2,1 1,9 2,5 2,5 1,6 2,5 ab 70,31 €
Nokian WR D3 Befriedigend 2,1 2,9 1,9 2,5 2,9 2,2 2,5 ab 61,20 €
Bridgestone Blizzak LM001 Befriedigend 2,1 2,4 2,0 3,0 3,2 2,0 2,0 ab 64,81 €
Falken Eurowinter HS449 Befriedigend 2,1 2,7 2,6 2,4 3,1 2,6 3,0 ab 49,73 €
Vredestein Snowtrac 5 Befriedigend 2,2 2,9 2,0 2,0 2,7 1,8 3,0 ab 67,48 €
Firestone Winterhawk 3 Befriedigend 2,2 3,1 2,6 2,8 3,1 1,8 2,0 ab 60,55 €
Fulda Kristall Control HP Befriedigend 2,5 3,1 2,4 2,8 3,7 1,9 2,0 ab 59,77 €
Barum Polaris 3 Befriedigend 3,2 2,9 1,9 2,5 2,7 1,9 2,5 ab 56,49 €
BF-Goodrich g-Force Winter Befriedigend 2,3 3,2 2,5 2,5 3,5 1,7 1,5 ab 73,10 €
Michelin Alpin 5 Befriedigend 3,2 2,0 1,9 2,2 3,7 2,4 2,5 ab 70,00 €
Sava Eskimo HP Befriedigend 2,5 3,2 2,3 2,8 3,5 2,0 2,0 ab 58,60 €
Semperit Speed-Grip 2 Befriedigend 3,2 2,4 1,9 2,3 2,9 2,4 2,5 ab 63,19 €
Kumho Wintercraft WP51 Befriedigend 3,0 3,3 2,2 2,5 3,0 2,3 2,5 ab 51,65 €
Viking Snowtech 2 Befriedigend 3,3 2,9 2,0 2,0 3,7 2,1 2,5 ab 52,20 €
Kleber Krisalp HP 2 Befriedigend 2,5 3,4 2,5 2,8 3,7 2,1 1,5 ab 64,05 €
Toyo Snowprox S953 Befriedigend 2,4 3,5 2,9 3,3 4,0 1,8 2,5 ab 58,15 €
Avon Ice Touring ST Mangelhaft 1,9 4,8 3,2 3,3 3,8 2,4 2,5 ab 69,84 €

Continental ContiWinterContact TS850 gewinnt den ADAC-Winterreifentest

Den ersten Platz im Test belegt der Continental ContiWinterContact TS850. Er überzeugte die Experten des ADAC und von Stiftung Warentest mit Bestnoten auf nasser Fahrbahn, Schnee und beim Verschleiß. Der Hannoveraner gibt auf jeder Streckenbeschaffenheit ein gutes Bild ab und fährt sich jederzeit sicher. Kleinere Schwächen offenbart der Rundling hingegen in der Kategorie Abrollgeräusche/ Komfort, die er mit der Wertung „befriedigend“ abschließt. Trotzdem: Der Continental ContiWinterContact TS850 ist für den ADAC der beste Winterreifen in der Dimension 205/55 R 16 H. Auf den zweiten Platz hat sich der Yokohama W.drive V905 geschoben. Auf dem ersten Blick zeigt sich der Japaner ebenbürtig mit dem Conti-Modell. Allerdings erhält der Pneu in den Kriterien Nässe, Schnee und Verschleiß nur sehr knapp das Testurteil „gut“. Tolle Werte liefert der Winterreifen hingegen auf trockener Fahrbahn und den Kraftstoffverbrauch. Zudem ist er etwas günstiger als das Modell von Continental, was ihn besonders für preisbewusste Autofahrer interessant macht.

Enges Mittelfeld lässt Autofahrern die freie Wahl

Hinter den beiden Bestplatzierten schafft der Goodyear UltraGrip 9 den Sprung auf das Treppchen. Eine bessere Platzierung verhindert seine durchschnittliche Leistung auf trockener Fahrbahn. Das Testurteil „befriedigend“ in dieser Kategorie, ist allerdings die einzige Schwäche des Rundlings. Bei Schnee, Regen und Eis liegt der US-Amerikaner auf Höhe des Spitzenduos und muss sich vor den Modellen von Continental und Yokohama nicht verstecken. In der Kategorie Verbrauch trumpft der Pneu mit der Bestnote 1,6 auf. Hinter den Top-3 bietet sich den Experten ein interessantes Bild: insgesamt 15 Winterreifen erhalten das Testurteil „befriedigend“ und liegen eng beieinander. Zwölf Kandidaten scheitern wegen Schwächen auf nasser Fahrbahn an einer besseren Bewertung im Test. Den vierten Platz belegt der Nokian WR D3. Einzig seine Leistung auf nasser Piste verhindert eine bessere Platzierung. Ähnliche Mängel zeigt ebenso der BF Goodrich g-Force Winter. Beim Michelin Alpin 5 und dem Semperit Speed-Grip 2 verhindern die Eigenschaften auf trockener Strecke einen Sprung in die Spitze des Teilnehmerfeldes, der Bridgestone Blizzak LM001 scheitert an einer durchschnittlichen Leistung auf Eis.

Premium- und Markenreifen dicht beieinander

Auffallend: im Mittelfeld des ADAC-Winterreifentests 2015 finden sich neben Markenreifen auch einige Premiumreifen. Die Modelle von Bridgestone, Michelin und Goodyear müssen sich ernsthafter Konkurrenz von Nokian oder Semperit stellen. Auch der Falken Eurowinter HS449, der Vredestein Snowtrac 5 und Firestone Winterhawk, zählen in diese Kategorie der aufstrebenden Markenreifen. Sie überzeugen die Experten mit soliden Leistungen auf den unterschiedlichen Streckenverhältnissen und punkteten durch gute Ergebnisse in der Kategorie Kraftstoffverbrauch. Ebenso ausgeglichen schneidet der Fulda Kristall Controll HP ab. Die Abrollgeräusche sind allerdings deutlich über den Durchschnitt des Teilnehmerfeldes. Den begehrten Sprung in die Top 10 schafft der Barum Polaris 3 mit guten Werten auf Eis, Schnee und nasser Strecke. Seine Leistungen auf trockener Fahrbahn verhindern eine bessere Platzierung. Im hinteren Teil des Teilnehmerfeldes finden sich Winterreifen, welche für Schäppchenjäger durchaus eine Alternative darstellen. Sava Eskimo HP, Kumho Wintercraft WP51, Viking Snowtech 2, Kleber Krisalp HP 2 und der Toyo Snowprox S953 sind günstige Winterreifen, die auf den unterschiedlichen Fahrbahnbeschaffenheiten keine eklatanten Schwächen aufweisen. Die Abrollgeräusche der Modelle sind hingegen deutlich zu laut und lassen eine bessere Bewertung durch die Experten des ADAC nicht zu.

Der Avon Ice Touring ST schließt mit „mangelhaft“ ab

Das Sorgenkind im Teilnehmerfeld ist der Avon Ice Touring ST, welcher die Überprüfungen mit der Wertung „mangelhaft“ abschließt. Auf trockener Fahrbahn liegen die Werte des Winterreifens auf Höhe des Testsiegers von Continental, doch die Leistung auf nasser Strecke offenbaren die Schwächen des Pneus. Sobald Regen einsetzt hat der Avon Ice Touring ST mit eklatanten Mängeln zu kämpfen. Darüber können auch nicht die guten Ergebnisse in den Kategorien Verschleiß bzw. Verbrauch hinwegtäuschen.


 

Die Preise im Online-Handel fallen erfahrungsgemäß im Herbst

bezahlung-reifenJürgen Fälchle - Fotolia.comDie Erfahrung aus der Vergangenheit hat gezeigt, dass sich die Preisenticklung bei Winterreifen im Herbst durchaus positiv für die Internet-Käufer gestaltet. Die inzwischen breite Masse an Online-Shops, die um die Gunst der Kundschaft buhlt, senkt ab September meist Stück für Stück die Preise - insbesondere die der namhaften und besten Modelle. Je nach Ansturm auf einzelene Produkte und je nach Witterung betragen die Einsparungen im Vergleich zu den Sommermonaten auch gut und gerne mal 10 bis 15 Euro pro Reifen. Eine Differenz, welche die Pneus üblicherweise vorab über den Sommer zugelegt haben. Wer also Winterreifen online kaufen möchte, sollte im Zeitraum zwischen Mitte September und Ende November zuschlagen. Die Aussage, Reifen für die kalte Jahreszeit bereits im Sommer anzuschaffen, um sich einen Preisvorteil zu sichern, hat sich aus unserer Erfahrung nicht bestätigt.

Hier ist eine Liste mit Online-Händlern, bei denen Sie die getesteten Reifenmodelle kaufen können:

 

ADAC Winterreifentest 2015: Die Prüfkriterien

Der ADAC-Winterreifentest gilt als umfangreichste und modernste Überprüfung von Pneus. Autofahrer und die Reifenbranche schauen deswegen gespannt auf die Testergebnisse des Allgemeinen Deutschen Automobil Verbandes (ADAC). Die Rundlinge werden in sieben unterschiedlichen Kriterien geprüft, um schlussendlich eine Gesamtnote ermitteln zu können. Hervorragende Einzeleigenschaften nutzen den Reifen hingegen wenig. Ein Pneu der das Testurteil „gut“ anstrebt, muss in allen Kategorien diese Note erreichen. Wird in einem der Kriterien die Notengrenze „gut“ nicht erreicht, kann bestenfalls das Urteil „befriedigend“ vergeben werden. Im ADAC-Winterreifentest 2015 ist dieser Fall sehr häufig vorgekommen.

Zu den sieben Testkriterien des ADAC-Winterreifentests 2015 zählen:

Prüfkriterium Gewichtung
Trocken 15%
» Fahrstabilität 40%
» Handling 40%
» Bremsen 20%
Nass 30%
» Bremsen 30%
» Aquaplaning längs 20%
» Aquaplaning quer 10%
» Handling 30%
» Kreis-/Seitenführung 10%
Schnee 20%
» Bremsen-ABS 40%
» Anfahren 20%
» Passfahrt 40%
Eis 10%
» Bremsen-ABS 60%
» Seitenführung 40%
Geräusch 5%
» Innengeräusch 50%
» Außengeräusch 50%
Kraftstoffverbrauch 10%
Verschleiß 10%
  • Trockene Fahrbahn
  • Nasse Fahrbahn
  • Schneebedeckte Fahrbahn
  • Eisfahrbahn
  • Geräuschentwicklung
  • Kraftstoffverbrauch
  • Reifenverschleiß

Die Gewichtung der einzelnen Prüfkriterien erfolgt dabei nach einem bestimmten System. Wie aus der Darstellung hervorgeht, legt der ADAC sehr großen Wert auf die Fahreigenschaften bei Nässe. Mit fast 30 Prozent der Gesamtnote macht diese Kategorie fast ein Drittel des Endergebnisses aus. Auch das Verhalten auf schneebedeckter Piste ist ein wichtiges Kriterium. Die Ergebnisse aus den Tests zur Lautstärke oder dem Kraftstoffverbrauch, fließen hingegen nur mit sehr geringer Gewichtung in die Endnote ein.

Zum Vergleich: Zahlreiche Winterreifentests legen ihre Schwerpunkte bewusst auf andere Bereiche. Während im ACE/ GTÜ Winterreifentest 2015 die Sicherheit auf nasser und schneebedeckter Fahrbahn gleich gewertet wird, nehmen die Experten der AutoBild hingegen keine Unterscheidung zwischen der Beschaffenheit der Piste vor.

Die differenzierte Gewichtung im ADAC-Winterreifentest 2015 ist aber durchaus klug gewählt. In den Wintermonaten sind Autofahrer häufiger auf matschiger und nasser Strecke unterwegs, als auf schneebedeckter Fahrbahn. Deswegen ist es nachvollziehbar den Fokus auf das Fahrverhalten bei nassen Streckenverhältnissen zu legen.

Die Testbedingungen: Im Fokus der Überprüfung stehen besonders die Ergebnisse in den Bremstests. Ausschließlich in der Kategorie „trockene Fahrbahn“ nimmt dieser Bereich nicht den wichtigsten Punkt ein. Ebenso elementar ist das Handling des PKWs. Besonders in Notsituationen muss sich der Autofahrer auf ein sicheres Verhalten der Winterreifen verlassen können. Dazu zählt auch die Sicherheit bei Aquaplaning, denn der Winterreifen sollte möglichst spät anfangen „zu schwimmen“. Experten verstehen darunter das Verhalten des Pneus, bei zu viel Wasser auf der Straße. Verliert der Rundling schnell den Grip und somit die Verbindung zum Asphalt, kann das Auto nicht mehr kontrolliert werden. Zudem sollten Autofahrer einen Blick auf die Werte der Winterreifen bei der Seitenführung werfen.

ADAC-Winterreifentest 2015: Die wichtigsten Marken

Wer ohne Erfahrung auf der Suche nach einem neuen Reifen für den Winter ist, wird schnell am großen Angebot verzweifeln. Dabei ist der Großteil der Reifenhersteller inzwischen in fünf Konzerne unterteilt, welche als sogenannte Premiummarken gelten.

Die fünf Hersteller sind:

  • Continental
  • Bridgestone
  • Pirelli
  • Michelin
  • Goodyear / Dunlop
Hersteller Platzierung Ø Testsiege Tests
Continental 1,7 8 14
Dunlop 2,8 2 17
Michelin 3,4 1 16
Goodyear 3,8 0 13
Nokian 4,4 4 17
Pirelli 5,0 4 19
Bridgestone 5,8 0 11
Vredestein 6,1 0 8
Semperit 6,3 0 10
Hankook 9,0 0 10
(Testergebnisse der Reifenhersteller im Bereich Winterreifen im Zeitraum von 2012 - 2014 mit mindestens 5 Testteilnahmen)

Die Modelle der Premiummarken landen bei Winterreifentests regelmäßig auf den vorderen Plätzen und werden bereits seit Jahren intensiv weiterentwickelt. Sie erfüllen alle Sicherheitsstandards und punkten zudem mit Langlebigkeit und präzisem Handling.

Weniger bekannte Reifenhersteller locken Autofahrer oftmals mit günstigen Preisen und markigen Versprechen. In unabhängigen Winterreifentests fallen diese Exemplare allerdings regelmäßig aufgrund ihrer Sicherheitsmängel durch.

Im Zweifelsfall sollten Sie etwas mehr Geld in die Winterreifen investieren. Die Leistung und Qualität der Winterreifen von Premiummarken, steht im keinem Vergleich zu Modellen aus dem niedrigen Preissegment. Das zeigen auch unsere eigenen Beobachtungen: wir haben die Ergebnisse der letzten Winterreifen-Tests ausgewertet und in einer Tabelle zusammengefasst.

Wer sich bei Reifenherstellern unsicher ist, greift zu unabhängigen Tests. Besonders der ADAC-Winterreifentest ist renommiert und europaweit angesehen.

Winterreifenpflicht: Kein Bußgeld riskieren

Wer in Deutschland mit einem Kraftfahrzeug auf den Straßen unterwegs ist, muss für eine witterungsgerechte Bereifung sorgen. Im Jahr 2010 wurde die Winterreifenverordnung von Bund und Ländern präzisiert. Diese besagt jetzt, dass bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte ein Kraftfahrzeug nur gefahren werden darf, wenn die Reifen besondere Eigenschaften erfüllen. Sind diese erfüllt, trägt der Reifen das M+S Symbol (Matsch & Schnee). Im Idealfall wird es durch das Schneeflocke-Symbol ergänzt, was ihn als besonders wintertauglich ausweist. Um diese Kennzeichnung zu erhalten, müssen die Reifen Leistungen in speziellen Tests nachgewiesen werden. Erst dann fahren Sie auch auf Schnee, vereisten Straßen und bei tiefen Temperaturen entsprechend der Sicherheitsanforderungen. Interessant: Der Begriff Winterreifen tritt in der StVO übrigens nicht auf.


Die wichtigsten Fragen zur Winterreifenpflicht:

  1. Wann müssen Winterreifen aufgezogen werden? Ein spezieller Zeitraum ist in Deutschland nicht vorgeschrieben. Die „geeignete Bereifung“ ist demnach bei schlechten Wetterbedingungen Pflicht. Als Orientierung gilt die O bis O-Regel. Fahren Sie mit Winterreifen von Oktober bis Ostern!
  2. Welche Bußgelder kommen auf Autofahrer zu, die mit den falschen Reifen unterwegs sind? Wer bei einer Kontrolle mit nicht witterungsgemäßer Bereifung erwischt wird, muss mit einem Bußgeld in Höhe von 60 Euro sowie 1 Punkt im Verkehrszentralregister rechnen. Werden andere Verkehrsteilnehmer in Folge falscher Reifen behindert, erhöht sich die Strafe auf 80 Euro. Es bleibt allerdings bei 1 Punkt in Flensburg.
  3. Existieren Ausnahmen von der Winterreifenpflicht? Für PKW im Straßenverkehr existiert keine Ausnahme. LKW und Busse benötigen hingegen nur Winterreifen auf der Vorderachse. Land- und forstwirtschaftliche Fahrzeuge sind hingegen von der Winterreifenpflicht ausgenommen. Grund dafür sind die ohnehin grobstolligen Profile dieser Kraftfahrzeuge.

Das EU-Reifenlabel: Orientierungshilfe beim Reifenkauf

Seit Ende 2012 ist das EU-Reifenlabel gesetzlich vorgeschrieben und soll den Autofahrern eine Orientierungshilfe beim Neukauf von Pneus bieten. Alle Reifen die nach dem 1. Juli 2012 produziert wurden, müssen eindeutig mit dem EU-Label versehen werden. Dieses gibt Auskunft über grundlegende Leistungseigenschaften des Pneus. Dazu zählen:

  • Kraftstoffeffizienz
  • Nasshaftung
  • Externes Rollgeräusch

Seit der Einführung des EU-Reifenlabels kritisieren Experten die grundlegende Ausrichtung. Die drei Kriterien eignen sich zwar zur Orientierung beim Kauf von Sommerreifen, für Winterreifen sind allerdings andere Merkmale wichtig. Wichtige Disziplinen wie Bremsen, Kurvenhandling oder Traktion werden somit nicht erfasst. Zudem dürfen Reifenhersteller ihre eigenen Produkte auf die Kriterien testen und vergeben das EU-Reifenlabel ohne externe Prüfung.

Reifendimensionen: Die richtige Größe finden

profiltiefe-pruefen-euroJürgen Fälchle & trendobjects - Fotolia.comVor dem Kauf sollten sich Autofahrer über die passende Reifendimension informieren. Nur so finden Sie den passenden Winterreifen für Ihr Fahrzeug.

Zur Ermittlung der richtigen Reifengröße gibt es zwei simple Varianten:

  1. Lesen Sie die Reifendimension an aktuell montierten Pneus ab. Neben Hersteller, Modellname und Produktionsjahr ist dort auch die Größe eingeprägt.
  2. Alle wichtigen Informationen zum Reifen sind im Fahrzeugschein festgehalten. Neben Traglast und Höchstgeschwindigkeit, finden Sie dort auch die Reifendimension. Im alten Fahrzeugschein sind diese Informationen unter den Punkten 20 – 23 zu finden, in der neuen Zulassungsbescheinigung werden diese in den Feldern 15.1 – 15.3 ausgewiesen.

Die Reifengröße setzt sich aus verschiedenen Ziffern zusammen. Diese wirken auf Autofahrer oftmals kompliziert und verwirrend. Der Code am Winterreifen oder dem Fahrzeugschein gibt allerdings Hinweise über die Eigenschaften des Pneus.

Die Beschriftung setzt sich aus vier Elementen zusammen:

  • Reifenbreite
  • Verhältnis der Reifenhöhe zur Reifenbreite
  • Bauart & Reifendurchmesser
  • Lastindex & Geschwindigkeitsindex

Beispiel: Im Fahrzeugschein finden Sie die Dimension 195 / 65 R15 91T. Die erste Größe bestimmt die Reifenbreite in Millimetern, in unserem Fall sind das 195 mm. Die Ziffer danach enthält Informationen über das Verhältnis der Reifenhöhe zur Reifenbreite in Prozent. Im oben genannten Beispiel beträgt die Höhe des Winterreifens also 65 % von dessen Breite. Anschließend folgt ein Buchstabe, welcher die Bauart des Reifens definiert. Meistens finden Autofahrer dort den Buchstaben „R“, der für radial steht. Die Karkassfäden unter der Lauffläche sind also radial angeordnet.

Die Zahl hinter dem Buchstaben gibt schließlich den Reifendurchmesser in Zoll an. Die letzten Angaben informieren über den Last- und Geschwindigkeitsindex. In unserem Beispiel steht die Ziffer 91 für einen 91-Lastindex, also eine maximale Tragfähigkeit von 615 Kilo pro Reifen. Der Geschwindigkeitsindex V gibt eine maximal zulässige Geschwindigkeit von 240 km/h an. Die Tabelle zum Geschwindigkeitsindex ist ähnlich dem Alphabet angeordnet. Das Kürzel Y steht dabei für eine maximale Geschwindigkeit von 300 km/h.

Wichtig: Bitte verwenden Sie nur die gesetzlich vorgeschriebene Reifengröße, die im Fahrzeugschein festgehalten ist. Zudem sollten Sie die zulässige Höchstgeschwindigkeit und Tragfähigkeit nicht überschreiten.

Winterreifen: Frühzeitiger Kauf zahlt sich aus

Wer neue Winterreifen benötigt, sollte sich rechtzeitig um die neuen Pneus kümmern. Somit sind Autofahrer nicht nur auf der sicheren Seite, sondern können auch noch erheblich Geld sparen. Winterreifen sind ein klassisches Saisonprodukt und dementsprechend entwickeln sich auch die Preise. Besonders im Herbst kämpfen Reifenhändler um jeden Kunden. Zwischen Ende September und Anfang November ist der Markt auf Hochtouren: Testergebnisse von Fachzeitschriften werden veröffentlicht, Fahrzeughalter kümmern sich um neue Pneus und Fachwerkstätten ziehen im Akkord Winterreifen auf. Wer mit einem Neukauf allerdings bis zum ersten Kälteeinbruch wartet, muss mit Lieferengpässen und hohen Preisen rechnen. Unser Tipp: Bis Anfang Oktober sind Winterreifen günstig verfügbar. Anschließend steigen die Preise teilweise erheblich. Ein frühzeitiger Kauf zahlt sich definitiv aus!

Das Winterreifen im Frühjahr deutlich günstiger werden, ist hingegen ein altes Märchen. Ganz im Gegenteil: wer im Frühling neue Pneus kaufen möchte, zahlt oftmals oben drauf. Grund dafür sind vor allem die Lager der Reifenhändler. Im Frühjahr sind diese meistens wie leergefegt, aktuelle Modelle müssten teuer nachbestellt werden.

Auslaufmodelle: Hochwertige Winterreifen zum kleinen Preis

reifen-sparschweinsorcerer11 & industrieblick - Fotolia.comWenn im Sommer kein Autofahrer an neue Winterreifen denkt, sind die Hersteller bereits einige Schritte weiter. Die neusten Modelle sind konzipiert und befinden sich in der Produktion. Deswegen räumen besonders Großhändler ihre Lager frei, damit neue Modelle ihren Platz finden. Autofahrer können deswegen gezielt nach älteren Winterreifen suchen. Diese wurden zwar nicht in der aktuellen Saison produziert, bieten aber trotzdem gute Leistung und können noch einige Jahre gefahren werden. Aufschluss über das Produktionsjahr geben die letzten vier Ziffern der DOT-Nummer. Wenn auf einem Winterreifen z.B. die Kombination DOT 4014 eingeprägt ist, wurde der Pneu in der 40. Kalenderwoche 2014 produziert. Handelt es sich dabei um einen Marken- oder Premiumreifen, können Fahrzeughalter beruhigt zugreifen. Zu gebrauchten Winterreifen sollten Sie allerdings nicht greifen!

Echte Schnäppchen können Autofahrer hingegen mit Auslaufmodellen machen. Die Vorgänger aktueller Winterreifen sind trotz ihres Alters nicht schlechter geworden, doch bei Markteinführung räumen Reifenhändler ihre Lager leer. Die radikalen Preisnachlässe sind für Schnäppchenjäger eine gute Chance, einen Top-Reifen für kleines Geld zu erwerben. Zuvor lohnt es sich die Testergebnisse im Blick zu haben. Mit einer Internetrecherche gelingt dies meistens in kürzester Zeit. In diesem Jahr sind u.a. der Nokian WR D4 und der Dunlop Winter Sport 5 neu auf dem Markt. Beide Vorgänger erhielten beim ADAC Winterreifentest 2014/ 2015 das Testurteil „gut“ und sind tolle Alternativen.

Unsere Tipps zum Winterreifen-Kauf:

  1. Erkundigen Sie sich vor dem Kauf über Modelle, Hersteller und die benötigte Reifengröße!
  2. Ein frühzeitiger Kauf von Winterreifen zahlt sich aus! Wir empfehlen den Zeitraum zwischen Ende September und Anfang Oktober. So sparen Sie Geld und erhalten Ihren Wunschreifen.
  3. Wenn Auslaufmodelle in älteren Testergebnissen gut abschnitten, können sie eine günstige Alternative zu neuen Versionen sein. Hier lohnt sich ein Blick in Winterreifentests aus dem Vorjahr.
  4. Vergleichen Sie Händlerpreise und Angebote! Montage und Altreifenentsorgung sind tolle Zusatzangebote die Sie nutzen sollten!
  5. Verzichten Sie auf Gebrauchtreifen, denn niemand kann das „Vorleben“ des Winterreifens seriös einschätzen.

Entsorgung: Wohin mit den alten Winterreifen?

Bevor neue Winterreifen aufgezogen werden, sollte sich jeder Autofahrer Gedanken um die Entsorgung der Altreifen machen. Wenn das Profil keine Sicherheit mehr bietet, die Pneus Schäden aufweisen oder die Rundlinge schlichtweg ihre beste Zeit hinter sich haben, müssen die abgefahrenen Modelle entsorgt werden. Doch dabei müssen strenge gesetzliche Auflagen beachtet werden. Inzwischen sind Winterreifen echte High-Tech-Produkte, die sich aus zahlreichen Materialien, wie Gummi, Eisen und Textilien, zusammensetzen. Aus diesem Grund gelten Reifen als Verbundabfall, weswegen die einzelnen Bestandteile vor der Entsorgung voneinander getrennt werden.

Wichtig: Da Reifen zur Kategorie Verbundabfall zählen, dürfen die Elemente nicht in den Hausmüll!

Hier können Sie Ihre Winterreifen entsorgen:

  • Wertstoffhof
  • Spezialisierte Unternehmen
  • Autowerkstatt
  • Reifenhändler

Autofahrer haben trotzdem einige Möglichkeiten, die alten Winterreifen schnell und einfach zu entsorgen. Einige Unternehmen haben sich auf Reifenentsorgung spezialisiert und verarbeiten diese anschließend weiter. Sie nehmen die Pneus häufig kostenlos entgegen und fertigen aus dem Rundling neues Granulat, welches als Brennstoff eingesetzt wird. Das Problem: Nicht jeder Fahrzeughalter hat solch ein Unternehmen in der direkten Umgebung. Deswegen rücken besonders regionale Entsorgungsmöglichkeiten in den Vordergrund. Städte und Gemeinden betreiben Recycling- und Entsorgungshöfe, bei denen Gartenabfällen, Elektrogeräte und Metalle kostenlos abgegeben werden können. Immer mehr dieser Wertstoffhöfe nehmen zudem auch Altreifen entgegen. Die passenden Autofelgen können ebenfalls beim Recyclinghof entsorgt werden. Sie bestehen meistens aus Stahl oder Aluminium und fallen somit unter die Kategorie Altmetall. So können Sie absolut sicher gehen, dass Ihre Winterreifen und Autofelgen nach den gesetzlichen Auflagen entsorgt werden.

Für viele Autofahrer ist der Reifenhändler der erste Ansprechpartner für eine fachgerechte und umweltfreundliche Entsorgung der Altreifen. Beim Kauf neuer Winterreifen bieten Reifenhändler die Entsorgung der alten Rundlinge oftmals kostenlos an. Fragen Sie direkt nach möglichen Komplettangeboten! Diese beinhalten neue Winterreifen, die Montage und Entsorgung der abgefahrenen Pneus. Somit lässt sich nicht nur Zeit einsparen, sondern auch etwas Geld. Diesen Service bieten zudem immer mehr Autowerkstätten an, oder können zu mindestens mit passenden Ansprechpartnern weiterhelfen.

Mit den richtigen Winterreifen die Umwelt schützen

drei-winterreifenKarin und Uwe Annas - Fotolia.comNeben der fachgerechten Entsorgung alter Winterreifen, können Sie bereits beim Kauf neuer Pneus einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz leisten. Mit dem richtigen Fahrverhalten spart der Autofahrer nicht nur Geld, sondern senkt zudem den CO2-Ausstoß. Gute Winterreifen beeinflussen somit neben der Sicherheit auch die Verringerung der Schadstoffbelastung positiv. Dabei sind drei Punkte entscheidend:

  1. Rollwiderstand
  2. Abrollgeräusch
  3. Reifendruck

Autohersteller legten in den zurückliegenden Jahren immer mehr Wert auf die Entwicklung rollwiderstandsarmer Reifen. Grund dafür ist nicht nur das EU-Reifenlabel, welches den Rollwiderstand deutlich beim Kauf kennzeichnet, sondern vor allem die positiven Auswirkung auf das Auto: ein niedriger Rollwiderstand verbessert die Fahreigenschaften, senkt den Spritverbrauch und schont die Umwelt. Bei modernen PKWs entfallen ca. 20-30 % des gesamten Kraftstoffverbrauches auf die Rundlinge. Winterreifen mit guten Werten beim Rollwiderstand, können ihren Kraftstoffverbrauch bis zu drei Prozent verringern. Voraussetzung ist dabei allerdings eine angemessene Fahrweise.

Der zweite entscheidende Punkt betrifft die Abrollgeräusche. Seit 2012 ist die Lautstärke von Winterreifen für jeden Käufer sichtbar. Durch das EU-Reifenlabel müssen Hersteller ihre Reifen deutlich kennzeichnen. Ab einer Geschwindigkeit von ca. 50 km/h ist das Rollgeräusch etwa gleich laut wie der Motor. Mit zunehmender Geschwindigkeit übertonen die Rundlinge also den Antrieb. Durch die Wahl des richtigen Pneus leisten Sie also einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung des Straßenlärms. Das EU-Reifenlabel teilt die Lautstärke des Reifen-Geräusches in drei Schallwellen-Typen ein. Eine Schallwelle (67 – 71 dB) klassifiziert den niedrigsten Geräuschpegel. Der höchste Lautstärkepegel liegt zwischen 72 und 76 dB. Er wird mit drei Schallwellen dargestellt.

Nicht nur Rollwiderstand und Abrollgeräusche haben direkten Einfluss auf die Umwelt. Der richtige Reifendruck ist ein wichtiger Sicherheitsaspekt und bedingt zudem den Kraftstoffverbrauch des PKWs. Bereits ein Unterschreiten des Drucks von ca. 0,2 bar lässt den Spritverbrauch um ca. zwei Prozent ansteigen. Wichtig: Erst der richtige Reifendruck führt zu guten Werten im Bereich Rollwiderstand. Ein zu hoher oder zu geringer Reifendruck verkürzt zudem die Laufleistung der Winterreifen. Experten empfehlen deswegen den Reifendruck monatlich zu überprüfen.

Fazit: Tolle Leichtungsdichte ein Segen für Autofahrer

Die wichtigste Erkenntnis aus dem ADAC Winterreifentest 2015: die meisten Reifenprofile sind sicher und bieten gute Leistungen auf winterlichen Fahrbahnen. Während in der Dimension 165/ 70 R 14 T drei Reifen das Testurteil „mangelhaft“ erhielten, scheiterte bei den Überprüfungen der Reifengröße 205/ 55 R 16 H nur ein Pneu. Autofahrer können sich also auf die meisten Winterreifen uneingeschränkt verlassen. Auffällig ist dabei die hohe Leistungsdichte.

In der Dimension 165/ 70 R 15 sicherte sich der Goodyear UltraGrip 9 den Sieg. Durch tolle Leistungen auf den unterschiedlichen Streckenverhältnissen und einem geringen Kraftstoffverbrauch, fahren PKW-Besitzer mit dem Goodyear Reifen durchweg sicher. Knapp dahinter platzieren sich der Michelin Alpin A4 und der Dunlop Winter Response 2. In der Reifengröße 205/ 55 R 16 H fährt der Continental ContiWinterContact TS 850 den Sieg nach Hause. Er überzeugt mit einem ausgeglichen Fahrverhalten, geringem Kraftstoffverbrauch und Bestwerten beim Verschleiß. Den zweiten Platz sichert sich der Yokohama W.drive V905, der durch den günstigen Preis eine echte Alternative für Autofahrer darstellt.

Die Unterschiede zwischen Premium- und Markenreifen sind zwar teilweise noch vorhanden, doch die Abstände werden von Saison zu Saison geringer. Bekannte Marken sicherten sich im ADAC Winterreifentest die vordersten Plätze: die Rundlinge von Continental, Michelin und Dunlop zeigen gute Leistungen und gehören zu den Bestplatzierten im Jahr 2015. Hinter den Testsiegern punkten viele Winterreifen mit soliden Ergebnissen. Davon profitieren besonders Autofahrer: sie können vergleichen und den passenden Winterreifen für die individuellen Anforderungen finden. Wer auf der Suche nach einem günstigen Pneu ist, wird im breiten Mittelfeld des ADAC Winterreifentests mit Sicherheit fündig. 

 

 

 

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