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ADAC Winterreifentest 2014 / 2015

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(146 Bewertungen, 4.25 von 5)
ADAC Winterreifentest 2014 / 20154.25 von 5 basiert auf 146 Bewertungen.

Pünktlich zur bevorstehenden Winterzeit wird im September der neue ADAC-Winterreifentest 2014/2015 veröffentlicht. Traditionell wird der Winterreifen Test in Zusammenarbeit mit der Stiftung Warentest und verschiedenen europäischen Verbraucherschutz-Organisationen unter genau festgelegten Methoden durchgeführt. Der Test des ADAC (Allgemeine Deutsche Automobil Verband) ist der größte und umfangreichste unter allen Winterreifentests, was ihn zum Maßstab für Qualität und Brauchbarkeit von Winterreifen macht. Kein anderer Reifentest steht unter einer derartig medialen Beachtung, wie der ADAC-Test und die Gewinner genießen infolgedessen oft einen größeren Vertrauensvorschuss.

ACHTUNG: Der ADAC-Winterreifentest 2015 wurde veröffentlicht. Erfahren Sie hier mehr zu den Testsiegern.

Aktuelle Winterreifen-Testsieger

testsieger-winter

Die nachfolgenden Reifenmodelle sind als Testsieger aus den Untersuchungen namhafter Insitutionen und Fachzeitschriften hervorgegangen.

Winterreifentest 2015 - Alle Testsieger der Saison im Überblick.

Die Ergebnisse vom ADAC Winterreifest 2014

»» Ergebnisse Winterreifentest - 175/65 R14 T
»» Ergebnisse Winterreifentest - 195/65 R15 T

»» Preisentwicklung bei Winterreifen

»» Die Testdisziplinen des ADAC
»» Die Prüfkriterien beim Winterreifentest 2014
»» Wichtiges Über Winterreifen – Tipps vom ADAC
»» Reifenlabels als Alternative zum ADAC Winterreifentest
»» Auswertung der Herstellerorte von bekannten Marken
»» Fazit zum ADAC Winterreifentest 2014

Das Video zum ADAC Winterreifentest 2014 gibt einen Überblick über den Test und die Ergebnisse.

Winterreifen für A2, Fiesta, Twingo & Co. – Reifen der Dimension 175/65 R 14 T

Nach der Prüfung der 165er und 185er Dimension in den vergangenen Jahren, wendet sich der alljährliche ADAC  Winterreifentest in diesem Jahr der  175/65 R14 Reifengröße zu. 14 Reifen dieser Dimension für Kleinwagen wie Ford Fiesta, Mitsubishi Colt oder Smart Forfour wurden vom ADAC auf Herz und Nieren geprüft. Hierbei ergab sich eine relativ breite Spitze mit vier Bewertungen durch die Note „gut“ und ein breites Mittelfeld mit ganzen acht Bewertungen mit „befriedigend“. Leider fielen auch in diesem Jahr zwei der getesteten Reifen mit der Bewertung „mangelhaft“ auf Grund schwerwiegender Schwächen gänzlich durch.

Reifenmodell
175/65 R14 T
Test- urteilTrockenNassSchneeEisGeräuschVerbrauchVerschleißEinzelpreis (inkl. MwSt.)
Continental ContiWinterContact TS850 Gut 2,1 1,9 2,2 2,2 3,1 2,2 1,0 ab 43,49 €
Dunlop SP Winter Response 2 Gut 2,1 2,1 2,0 2,4 3,0 1,6 2,3 ab 45,93 €
Michelin Alpin A4 Gut 2,1 2,5 2,2 2,3 3,8 2,4 0,5 ab 47,17 €
Firestone Winterhawk 3 Gut 2,1 2,4 2,3 2,2 3,4 1,7 2,5 ab 37,85 €
Esa + Tecar Super Grip 7+ Befriedigend 2,1 2,6 2,4 2,5 3,5 2,2 2,0 andere Größen ab 74,34 €
Fulda Kristall Montero 3 Befriedigend 2,4 2,7 2,0 2,5 3,8 2,0 2,5 ab 42,35 €
Vredestein Snowtrac 3 Befriedigend 2,1 2,7 2,3 2,4 4,2 1,9 2,0 ab 44,25 €
Pirelli Snowcontrol Serie 3 (Winter 190) Befriedigend 2,8 2,2 2,1 2,4 4,0 2,3 2,5 ab 40,40 €
Sava Eskimo S3+ Befriedigend 2,9 2,9 2,0 2,6 3,8 1,8 2,5 ab 34,11 €
Hankook Winter i*cept RS (W442) Befriedigend 2,4 3,0 2,8 2,6 4,0 2,0 2,0 ab 40,79 €
Toyo Snowprox S943 Befriedigend 1,9 3,0 2,4 2,5 3,5 1,9 2,5 ab 38,02 €
GT Radial Champiro Winterpro Befriedigend 2,6 3,3 3,3 3,1 3,8 2,4 2,3 ab 33,71 €
Cooper WM-SA2 (Weather Master) Mangelhaft 1,9 4,9 3,7 3,5 3,8 2,4 2,5 ab 36,49 €
Star Performer SPTS (Winter AS) Mangelhaft 2,9 4,9 3,0 3,3 3,9 2,3 2,0 ab 35,49 €

Die Sieger des ADAC Winterreifentest 2014 / 2015

Continental, Dunlop, Michelin und Firestone

Die vier als „gut“ bewerteten Winterreifenmodelle der Dimension 175/65 R 14 T liefern durchweg ein ausgeglichenes Ergebnis ab. Egal ob auf trockener, nasser, verschneiter oder vereister Fahrbahn, das Auto mit dem Continental ContiWinterContact TS850 besteht alle der vier Testkategorien mit einer guten Bewertung. Während er bei der Geräuschentwicklung Minuspunkte sammelt und nur ein befriedigend ernten kann, sind die Verschleißeigenschaften des Continental mit sehr gut zu bewerten. Auch in Sachen Kraftstoffverbrauch schneidet der ContiWinterContact gut ab und erreicht Platz 1 des ADAC Reifentest für die Saison 2014/2015.


Die Silbermedaille ergattert in diesem Jahr der Dunlop SP Winter Response 2. In den Kategorien Schnee, Eis, Nässe und Trockenheit sowie Kraftstoffverbrauch und Verschleißeigenschaften legt er durchweg eine solide gute Leistung ab, nur in der Testkategorie Geräuschentwicklung gibt es mit der Bewertung „befriedigend“ einen kleinen Ausschlag nach unten. Platz drei und vier belegen der Michelin Alpin A4 und der Firestone Winterhawk 3 auch mit durchweg guten Eigenschaften. Der Michelin Reifen hebt sich hierbei mit besonders hoher Verschleißbeständigkeit hervor.

Solides Mittelfeld der Marken Esa, Fulda, Vredestein & Co.

Die „befriedigenden“ Reigen des diesjährigen ADAC Winterreifentests werden durch den Esa-Tecar Super Grip 7+ angeführt, der einzig auf nasser Fahrbahn und bei der Geräuschentwicklung seine ansonsten guten Ergebnisse nicht halten kann und hier ein „befriedigend“ erhält.  Die nasse Fahrbahn ist auch für die ansonsten positiv abschneidenden Modelle Fulda Kristall Montero 3 und  Vredestein Snowtrac 3 ein Problem, welches Ihre ansonsten guten Leistungen schmälern. Auf trockener Fahrbahn schwächeln hingegen die Modelle von Pirelli und Sava: Der Pirelli Snowcontrol Serie 3 kann seine mit Ausnahme der Geräuschentwicklung ansonsten gute Bewertung auf trockener Strecke nicht bestätigen.

Der Sava Eskimo S3+ schwächelt allerdings auch bei Nässe und Eis sowie bei der allseits eher schlechter bewerteten Kategorie „Geräusch“. Weiterhin als befriedigend bewertet wurden der Hankook Winter i*cept RS, der Toyo Snowprox S943 und der GT Radial Champiro Winterpro 3. Die Schwäche auf nasser Fahrbahn ist allen Modellen gemein.

Die Schlusslichter im ADAC Winterreifentest 2014 von Cooper und Star Performer

Die mangelhaften Leistungen auf nasser Fahrbahn bringen dem Cooper WM-SA2 sowie dem Star Performer SPTS auch die mangelhafte Gesamtwertung im ADAC Test ein. Einzige Lichtblicke der beiden Reifen finden sich in der guten Bewertung der Testkategorien Kraftstoffverbrauch und Verschleiß.


Winterreifen in der Dimension 195/65 R 15 T im Test des ADAC

Auch die Reifendimension 195/65 R15 für Wagen der Kompakt- und Mittelklasse wurden im diesjährigen ADAC Winterreifentest genauer unter die Lupe genommen. Für Besitzer der entsprechenden Automodelle wie 3er BMW, Opel Astra, Audi A3 oder A4 und vielen Modellen mehr gibt dieser Test Auskunft über Stärken und Schwächen der jeweiligen Reifenmodelle.

Reifenmodell
195/65 R15 T
TesturteilTrockenNassSchneeEisGeräuschVerbrauchVerschleißEinzelpreis (inkl. MwSt.)
Continental ContiWinterContact TS850 Gut 2,0 2,2 2,0 2,2 3,5 1,6 1,5 ab 51,49 €
Bridgestone Blizzak LM 001 Gut 2,1 1,9 2,4 2,4 3,0 2,1 2,5 ab 43,11 €
Dunlop SP Winter Sport 4D Gut 2,5 2,3 2,3 2,5 3,5 1,7 2,5 ab 52,22 €
Semperit Speed-Grip 2 Gut 2,5 2,5 2,2 2,3 3,3 2,1 2,5 ab 41,94 €
Uniroyal MS plus 77 Befriedigend 2,6 2,7 2,6 2,7 4,2 2,2 2,5 ab 47,82 €
Yokohama W.drive V905 Befriedigend 2,1 2,8 2,4 2,4 3,6 1,8 2,5 ab 43,68 €
Michelin Alpin 5 Befriedigend 2,9 2,3 2,0 2,2 3,8 2,1 2,5 ab 51,40 €
Hankook Winter i*cept RS (W442) Befriedigend 2,8 3,0 3,0 2,5 3,8 2,1 2,0 ab 45,99 €
Pirelli Snowcontrol Serie 3 Befriedigend 3,0 2,6 2,2 2,2 3,7 1,9 2,5 ab 59,60 €
Kumho WinterCraft WP51 Befriedigend 2,2 3,4 2,7 2,4 3,3 2,2 3,0 ab 46,49 €
Kleber Krisalp HP2 Befriedigend 2,4 3,5 2,7 2,5 4,3 1,8 1,5 ab 53,10 €
Matador MP92 Sibir Snow Ausreichend 2,4 3,7 2,5 2,8 3,5 2,3 2,5 ab 40,04 €
Infinity Winter Hero INF 049 Mangelhaft 3,7 5,5 2,0 2,3 3,7 2,1 3,0 ab 35,85 €
Achilles Winter 101 Mangelhaft 3,4 5,5 2,7 2,7 3,5 2,4 2,5 andere Größen ab 27,32 €

Die Spitze in ihrer Reifengröße von Continental, Bridgestone, Dunlop und Semperit

Den Test der Reifendimension 195/65 R 15 T führt in diesem Jahr der Continental ContiWinterContact TS850 an. Durchweg gute Ergebnisse mit einem kleinen Ausschlag nach unten in der Testkategorie „Geräusch“ und einem Ausschlag nach oben durch ein „sehr gut“ im Bereich Verschleiß machen den Continental  zum Spitzenreiter.

Knapp hinter dem Continental landen der Bridgestone Blizzak - LM 001, der Dunlop SP Winter Sport 4D sowie der Semperit Speed-Grip 2 , alle mit durch weg guten Leistungen in den Testkategorien Trockenheit, Nässe, Eis, Schnee, Kraftstoffverbrauch und Verschleiß. Einzig die Kategorie der Geräuschentwicklung stellt für alle Reifen mit insgesamt gutem Testergebnis ein Problem dar und kann nur mit „befriedigend“ bewertet werden.

Befriedigende Ergebnisse bei Uniroyal, Yokohama, Michelin & Co.

Der Uniroyal MS plus 77 führt die Riege des soliden Mittelfelds im diesjährigen ADAC Winterreifentest an. Während er auf allen Untergründen nur mittelmäßig in Erscheinung tritt, kann er in puncto Spritverbrauch und Verschleißeigenschaften mit „gut“ überzeugen. Weiterhin im Mittelfeld anzutreffen ist der Uniroyal MS plus 77, welcher mit guter Wirtschaftlichkeit durch geringe Verschleißeigenschaften mit „gut“ überzeugt. Der Michelin Alpin 5 performt mit Ausnahme befriedigender Leistungen auf trockener Fahrbahn durchweg gut auf allen Strecken und kann sich auch in puncto Wirtschaftlichkeit sehen lassen. Der Hankook Winter i*cept RS hat seine Stärken bei Trockenheit und auf vereister Fahrbahn, der Pirelli Snowcontrol Serie 3 überzeugt hingegen auf winterlicher Fahrbahn bei Schnne und Eis. Die Ergebnisse von Kumho WinterCraft WP51 und Kleber Krisalp HP2 sind durchweg durchwachsen mit Highlights auf trockener und vereister Straße.

Ausreichende bis mangelhafte Resultate bei Matador, Infinity und Achilles

Als einziger Reifen im diesjährigen ADAC Winterreifentest schneidet der Matador MP92 Sibir Snow mit dem Testurteil „ausreichend“ ab. Bei Nässe fühlt sich der Reifen aus dem Hause Matador nicht wohl und kann hier nur ausreichend performen, was die ansonsten guten bis befriedigenden Eigenschaften schmälert. Absolute Schlusslichter im Test sind der Infinity Winter Hero INF 049 sowie der Achilles Winter 101, welche auf nasser Fahrbahn völlig versagen und nur mit mangelhaft bewertet werden können. Einzig mit dem niedrigen Kraftstoffverbrauch verdienen sich beide ein „gut“.


Gerüchte um Preisentwicklung: Wann sind Winterreifen günstig?

Das Kaufvolumen bei den Reifenhändler ist von Jahr zu Jahr verschieden. Während man in 2010 und 2011 mitunter Probleme mit dem Ansturm der Kunden und somit Lieferschwierigkeiten hatte, fanden sich in den vergangenen Jahren immer ausreichende Stückzahlen der Top-Winterreifen in den Lagern der Großhändler. Der Boom bedingt durch die Abwrackprämie war schnell vorbei. Die meisten Händler füllen Ihre Bestände an Winterreifen bereits im Sommer auf. So können unerwartete Testergebnisse im September für einzelne Reifen das Resultat "ausverkauft" bedeuten, da die Nachorderung mitten in der Hochphase des Verkaufs schwierig werden kann. Ein Beispiel dafür war der Goodyear UltraGrip 8, welcher in seinem Erscheinungsjahr sofort in den Tests überzeugte und zur einer stark erhöhten Kundennachfrage führte. Mit dieser hatten einige Händler nicht gerechnet und verloren so die Käufer an ihre Mitbewerber.

Die Behauptung, dass es im Jahr einen zeitlichen Abschnitt gibt, in welchem Winterreifen besonders günstig sind, bestätigen die Preisanalysen von Reifentrends nicht. Die Durchschnittspreise von Winterreifen bei den Online-Händlern entwickeln sich nicht in Zyklen, wie man annehmen mag. Vielmehr arbeitet jeder Anbieter im Verkauf mit kurzzeitigen Schnäppchen und versucht insbesondere in der Hochphase des Winterreifenverkaufs von September bis November durch Aktionen Kunden für sich zu gewinnen. Im Allgemeinen sind das Rabatte auf den Warenkorb-Preis durch zeitlich begrenzte Gutscheine, Sonderangebotspreise für ausgewählte Reifenmodelle (z.B. wie vor einigen Jahren das Projekt "Volksreifen" von A.T.U. und AutoBild) oder das Integrieren von Zusatzleistungen (z.B. kostenlose Montage oder Tankgutscheine). So muss sich der Kunde selbst auf sein Gespür verlassen, wann der richtige Zeitpunkt für den Kauf gekommen ist.

Bei diesen Reifenhändlern finden Sie unter anderem die Testsieger aus dem ADAC-Reifentest im Sortiment:


Die Testdisziplinen beim ADAC Winterreifentest

Was macht den Test so beispielhaft? Welche Methoden wendet der ADAC zur Beurteilung der Reifen an? Welche Kriterien liegen auf dem Prüfstein? Die Antworten auf diese Fragen macht der ADAC auf seiner Webseite transparent, anstatt die Öffentlichkeit durch fragwürdige Ergebnisse zu diskreditieren. Es zeigt außerdem, dass der ADAC nichts zu verbergen hat und, dass den Ergebnissen absolutes Vertrauen zugesprochen werden kann. Im Folgenden werden die Testdisziplinen und -methoden des ADAC genauer unter die Lupe genommen.

Reifenauswahl: Laut ADAC werden jährlich um die 2.200 Reifen im freien Handel für die verschiedenen Reifentests erworben. Der Erfolg des ADAC Winterreifentests ist daher nicht zuletzt den breit aufgestellten Reifenmodellen im Test zuzuschreiben. Unter diesen befinden sich Reifen bekannter Premium-Marken, aber auch beliebte B-Marken werden geprüft. Andere Gesellschaften testen die klassischen B-Marken, wie Semperit, Firestone und Barum nur selten. Obwohl so viele Reifenkäufer, aufgrund der günstigeren Preise, gern auf diese zurückgreifen.

Bewertungsskala: Bewertet werden die Reifen nach klassischen Schulnoten von eins bis fünf.  1 bedeutet sehr gut, 2 gut, 3 befriedigend, 4 ausreichend und 5 mangelhaft. In den Testergebnissen werden die Reifen von oben nach unten von den besten Ergebnissen absteigend aufgelistet. Die nachstehende Abbildung zeigt die farbliche Kennzeichnung der Testurteile.

adac-winterreifentest-bewertungsskala

Quelle: ADAC

 


Prüfkriterien des ADAC Winterreifentests

In der Regel gibt es sieben Prüfkriterien – das Fahrverhalten und den Grip bei Trockenheit, Nässe, auf Eis und Schnee, die Geräuschentwicklung, der Verschleiß sowie der Kraftstoffverbrauch. Von denen sich fünf in weitere Unterkategorien aufgliedern. Alle Prüfungen werden mit einem PKW auf abgesperrten Terrain durchgeführt, mit Ausnahme der Verschleißmessungen. Auf Basis dieser Werte geben die Tester ihr Gesamturteil für jeden Reifen ab. Natürlich wird zur Absicherung der Ergebnisse jeder Test auch mehrfach mit dem Auto wiederholt.

Die folgende Tabelle veranschaulicht die sieben Prüfkriterien des ADAC, die jeweiligen Unterkategorien sowie die prozentuale Gewichtung der Kategorien.

Prüfkriterium Gewichtung
Trocken 15%
» Fahrstabilität 40%
» Handling 40%
» Bremsen 20%
Nass 30%
» Bremsen 30%
» Aquaplaning längs 20%
» Aquaplaning quer 10%
» Handling 30%
» Kreis-/Seitenführung 10%
Schnee 20%
» Bremsen-ABS 40%
» Anfahren 20%
» Passfahrt 40%
Eis 10%
» Bremsen-ABS 60%
» Seitenführung 40%
Geräusch 5%
» Innengeräusch 50%
» Außengeräusch 50%
Kraftstoffverbrauch 10%
Verschleiß 10%

Diese Fahreigenschaften werden getestet:

  • Fahrqualität auf trockenem Untergrund
  • Fahrqualität auf nassem Untergrund
  • Fahrqualität auf Schnee
  • Fahrqualität auf Eis
  • Geräuschentwicklung
  • Kraftstoffverbrauch
  • Verschleiß

Aus der Darstellung geht hervor, dass der ADAC großen Wert auf die Nassqualität der Winterreifen legt, sie machen fast ein Drittel des Endergebnisses aus. Die Schneetauglichkeit der Reifen fließt nur zu 20 Prozent ins Gesamtergebnis mit ein.

Der ACE und die GTÜ legen beispielsweise auf Nass- und Schneequalität gleich viel wert (jeweils etwa 30 Prozent). Und auch die Tester der AutoBild nehmen zwischen den Kategorien Schnee, Nässe und Trocken sogar keine Unterscheidung vor.

Im Vergleich zu anderen Tests sind die Schwerpunkte des ADAC also mit Bedacht gewählt. Das Hauptgewicht auf die Fahrqualität bei Nässe zu legen, macht dahingehend Sinn, weil wir uns im Winter mehr auf nassen und matschigen Fahrbahnen fortbewegen als auf beschneiten Schneeflächen. Daher kann die Eignung des ADAC-Winterreifentest-Gewinners durchauchs legitimiert werden.

Testumgebungen: Für den Test der Eigenschaften auf trockenem Untergrund wird ein Testgelände der Firma Bridgestone in Italien genutzt. Wie die Winterreifen auf nasse Umgebung reagieren, wird hier in Deutschland auf einem Gelände der Firma Continental getestet. Auch der Test über Kraftstoffverbrauch und Geräuschverhalten werden hier ausgeführt. Das Verschleißverhalten wird in der Umgebung von Landsberg am Lech geprüft. Nur Mitarbeiter des ADAC sind zum Test berechtigt und die Testobjekte stehen während der Prüfung und der Testvorbereitung unter strenger Bewachung sowie zu allen anderen Zeiten unter Verschluss, um Manipulationen zu vermeiden.

Erfolgreiche Hersteller und Reifenmodelle der letzten Jahre

Top Reifenhersteller *
HerstellerPlatzierung ØTestsiege
Continental 1,4 5
Michelin 2,8 1

Dunlop

4,6 0
Goodyear 4,6 0
Bridgestone 5,5 1
Nokian 5,8 0
Semperit 6,5 0
Barum 7,7 0
Vredestein 8,0 0
Pirelli 9,0 0

*Im Bezug auf alle ADAC Winterreifentests von 2011 bis 2013 auf www.adac.de

 

Jährlich werden vom Automobil Club ADAC Sieger unter den Reifenherstellern wie Continental, Michelin, Dunlop und Co. gekrönt. Wir haben die Gewinner und Verlierer der letzten ADAC-Tests aus den Jahren 2011 bis 2013 ausgewertet und in der nebenstehenden Tabelle die Ergebnisse zusammengetragen. Auswahlkriterium für unser Ranking war die Häufigkeit der Teilnahme an den Wintertests. Die Durchschnittsplatzierung errechnet sich aus der Summe der erreichten Plätze geteilt durch die Anzahl der Teilnahmen. Continental positionierte sich als Hersteller mit 5 Testsiegen und einer Durchschnittsplatzierung von 1,4 jeweils ganz oben auf der Siegertreppe. Auch Michelin überzeugt mit hervorragender Reifenqualität sowie einer Durchschnittsnote von 2,8 und schaffte es in einem Test sogar den Rivalen Continental vom Thron zu drängen. Auf dem dritten Platz stehen Dunlop und Goodyear, gefolgt von Bridgestone, Nokian, Semperit, Barum, Vredestein und Pirelli. Trotz einer Durchschnittsnote von 5,5 konnte der japanische Bridgestone
in einem Jahr Platz 1 belegen.


Wichtiges Über Winterreifen – Tipps vom ADAC

Wann sollte man die Rundlinge am besten aufziehen?

Der ADAC empfiehlt Winterreifen nach der O-bis-O-Regel zu montieren. Demnach sollte das Auto bevor der erste Schnee fällt bereits im Oktober neu bereift werden nach Ostern wieder Sommerreifen bekommen. Wer seine Winterreifen früh kauft, kann lange Wartezeiten bei der Werkstatt vermeiden und ist auf unerwartet frühe Schneeschauer vorbereitet.

Winterreifen richtig lagern

Ob Sommer oder Winter – wie die gerade nicht benutzten Reifen am besten lagern?

Wer selbst Hand anlegen möchte, der ADAC gibt hilfreiche Tipps:

Luftdruck erhöhen: Bevor die Rundlinge bis zum nächsten Wechsel verstaut werden, sollte der Luftdruck an der Tankstelle um etwa 0,5 bar gegenüber der Herstellervorgabe erhöht werden. Denn auch, wenn Reifen nicht genutzt werden, verlieren sie nach einem halben Jahr etwas Druck.

Verwechslungsgefahr vermeiden: In einem Test, der in Zusammenarbeit mit dem ÖAMTC erfolgte, fand der ADAC heraus, dass die besseren Reifen an einem Auto jeweils auf der Hinterachse montiert werden sollten. Dies verspricht allgemein mehr Sicherheit und Fahrstabilität. Beim Durchwechseln dürfen auf gar keinen Fall unterschiedlich abgefahrene Reifen über Kreuz montiert werden. Deswegen: die Reifen vor der Abmontage am besten mit Kreide auf der Lauffläche kennzeichnen.

Profiltiefe prüfen: Gesetzlich sind mindestens 1,6 mm Restprofil Vorschrift. Der ADAC empfiehlt jedoch drei Millimeter Profiltiefe bei Sommerreifen und vier Millimeter bei Winterreifen. Neureifen haben in der Regel ca. acht Millimeter Profiltiefe. Alte „Schlappen“ müssen beim Reifenhändler kostenpflichtig entsorgt werden. Gemäß der ADAC-Empfehlung sollte dies spätestens nach acht Jahren erfolgen. Die DOT-Nummer (Department of Transport) auf der Flanke des Reifens zeigt wie alt der Reifen ist. Beispielsweise steht das Alter „0914“ etwa für die Produktionszeit in der neunten Woche des Jahres 2014.

Warum man sich bereits bei 3 oder 4 Millimetern Profiltiefe von den guten alten Reifen verabschieden sollte, beweist ein Test zum Fahr- und Bremsverhalten bei unterschiedlichen Profiltiefen und Wetterbedingungen des ADAC. Testfazit: Unterschiede zwischen den neuen und alten Reifen waren enorm groß. Der alte Reifen kam beim Bremstest erst 3 Meter später zum Stillstand als der Neureifen, auf Schnee waren es sogar 7 Meter Abweichung. Appell an alle Sparfüchse: Sicherheit geht vor.

Winterreifen richtig lagern - so geht's: Kompletträder sollten übereinander liegend sowie kühl und trocken gelagert werden. Auch sogenannte „Felgenbäume“ oder spezielle Wandhalterungen sind für Lagerung von Autoreifen geeignet. Felgenlose Reifen müssen senkrecht und auf sauberem Untergrund gelagert werden. Außerdem wird allgemein empfohlen die Reifen des Öfteren um ein Viertel ihres Umfangs zu drehen und vor Sonneneinflüssen zu schützen.


Reifenlabels als Alternative zum ADAC Winterreifentest

Seit dem 1. November 2012 müssen bestimmte Autoreifen im Handel mit sogenannten Reifenlabels gekennzeichnet werden. Für den Reifenkäufer ergeben sich dadurch neue Informationsmöglichkeiten. Der ADAC-Test ist jedoch immer noch der bessere Qualitätsmesser, da hier deutlich mehr sicherheitsrelevante Informationen zum Test herangezogen werden. Wenn der gefragte Reifen zum Beispiel nicht im ADAC-Test aufgeführt ist, stellen die Reifenlabels seriöse Orientierungsmöglichkeiten für die Endkunden dar.

Made in Germany, Ungarn or China?

Vermehrt wird in den Winterreifentests das zugehörige Herstellungsland der Reifen mit angegeben. Dass Reifen mit der Bezeichnung „Made in China“ oft schlechter abschneiden, liegt auf der Hand. Doch gibt es Qualitätsunterschiede zwischen den osteuropäischen Ländern, wie Ungarn und Polen, und den wirtschaftsstärkeren Weststaaten? Die folgende Darstellung soll diese Frage aufschlüsseln.

Wir haben allgemein bekannte Herstellungsländer den Testreifen aus dem ADAC-Winterreifentest 2013 zugeordnet. Die besten Reifen stehen oben, die Rangfolge nimmt nach unten hin ab.

Nicht alle „Billigreifen“ stammen aus Asien

Die Vorurteile gegenüber asiatischer Reifen und ihrer Qualität konnten durch die Auflistung entlastet werden. Nicht alle schlechten Reifen stammen aus China. Die Reifen von Kormoran und Marangoni belegten im letzten ADAC-Test die letzten Plätze. Marangoni-Reifen werden allerdings nicht wie vermutet in Asien, sondern unter anderem auch in Deutschland hergestellt. Ebenso trägt der Reifen von Kormoran nicht die Aufschrift „Made-in-China“, sondern wird auch in Frankreich fabriziert. Schlechte Qualität kommt auch aus Europa. Zwar schaffen es die asiatischen Marken nicht ganz so weit nach oben, wie die Continental und Co. Jedoch sind positive Entwicklungen im Vergleich zu den vergangenen Jahren erkennbar. Das beweisen beispielsweise die Reifenhersteller Hankook oder Falken.

Die besten kommen aus Europa

Zwischen den Herstellern, die in Osteuropa und Asien produzieren, sowie den Produzenten in den restlichen Ländern der Welt lässt sich keine Qualitätsgrenze ziehen. Da sowohl Reifen aus Tschechien, Polen und Russland sowie Frankreich und Skandinavien mit sehr hoher Herstellerqualität überzeugen.

ReifenherstellerHerstellerorte
Continental Tschechien, Rumänien, Portugal
Dunlop Deutschland
Firestone Frankreich, Italien, Polen
Michelin Deutschland, Frankreich, Italien
Nokian Skandinavien
Goodyear Luxemburg, Deutschland, Frankreich, England, Polen, Slowenien
Semperit Tschechien, Frankreich
Vredestein Niederlande, Russland
Barum Tschechien
Pirelli Deutschland
GT Radial Indonesien
Hankook Korea, Ungarn, China
Falken Japan
Kleber Frankreich
Nexen/Roadstone Korea
Kormoran Frankreich
Marangoni Italien, Deutschland, Nordamerika, Brasilien

 Fazit: Autofahrer profitieren von hoher Leistungsdichte

Der ADAC-Winterreifentest 2014 gab vor allem für Autofahrer ein erfreuliches Bild ab: viele Reifenmodelle liegen eng beieinander und überzeugten mit guten Leistungen auf der Straße. Besonders in der Reifendimension 175/65 R14 ergab sich eine breite Spitze. Vier Modelle erhielten das Testurteil „gut“ und unterscheiden sich bei den Werten nur sehr gering. Letztendlich fuhr der Continental ContiWinterContact TS 850 den Sieg ein. Er überzeugte mit Bestwerten auf nasser und vereister Fahrbahn. In der Kategorie Verschleiß erhielt der Hannoveraner die Bestnote 1,0. Die beiden Premiummarken Dunlop und Michelin liegen mit ihren Modellen knapp dahinter. Überraschen konnte der Firestone Winterhawk 3, welcher auf dem vierten Platz landete. Acht Reifen lieferten eine solide Performance ab und konnten mit der Note „befriedigend“ abschließen.  Auf Grund schwerwiegender Mängel fielen zwei Reifen allerdings gänzlich durch. Sowohl bei der Reifengröße 175/65 R14, als auch in der Dimension 195/65 R15.


Ein ähnliches Gesamtbild war bei den Winterreifen der Größe 195/65 R15 zu erkennen. Auch dort sicherte sich der ContiWinterContact TS 850 den Sieg. Auf dem Treppchen landeten der Bridgestone Blizzak LM 001 und der Dunlop SP Winter Sport 4D. Ein Achtungsergebnis fuhr der Semperit Speed-Grip 2 ein. Dieser platzierte sich auf dem vierten Rang und verpasste nur knapp den Sprung unter die Top 3. Drei unbekannte Marken finden sich am Tabellenende des ADAC-Winterreifentests wieder. Der Matador MP92 Sibir Snow erhielt das Testurteil „ausreichend“, zeigte aber deutliche Schwächen auf nasser Straße und bei der Geräuschentwicklung. Mit „mangelhaft“ wurden der Infinity Winter Hero INF 049 und der Achilles Winter 101 bewertet. Beide Reifen versagten bei den Bremstests und können vom ADAC nicht empfohlen werden.

 

 

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