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Die Bedeutung des Reifendrucks

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Der Reifendruck ist nicht nur dazu da, dass das Kraftfahrzeug nicht auf der Felge fährt, sondern ist auch maßgeblich für die Fahreigenschaften des Reifens und damit des Autos. Die Produktionskriterien und -parameter der Hersteller sind alle auf den optimalen Reifendruck ausgelegt. Wird dieser Optimalwert unter- oder überschritten können sich sicherheitsrelevante Änderungen ergeben. Im Folgenden wird erklärt, worauf beim richtigen Reifendruck geachtet werden muss und was ein unsachgemäßer Druck für Folgen haben kann.

Hoher Widerstand und unregelmäßige Abnutzung

Diese beiden Probleme treten bei falschem Reifendruck am häufigsten auf.

Zu hoher Widerstand des Straßenbelages wird erreicht, wenn zu wenig Luft im Reifen vorhanden ist und demgemäß nicht stark genug gegen die Innenwand des Reifens drückt. Die Folge ist, dass der Reifen mit mehr Fläche als dem eigentlich für den Untergrundkontakt ausgelegte Rollbett-Bereich aufliegt. Dieser Bereich ist der profilierte Teil des Reifens. Liegt jedoch schon ein Teil des weniger profilierten Randbereiches auf, ist die Reibung zwischen Reifen und Untergrund wesentlich höher, was dazu führt, dass das Fahrzeug mehr Energie und somit mehr Kraftstoff benötigt, um voranzukommen.

Durch den größeren Auflagebereich des Reifen wird zudem das Profil falsch abgenutzt. Die Gummimischung eines Reifens ist so ausgelegt, dass sie am Profil am härtesten ist, um möglichst lange dem Verschleiß entgehen zu können. Doch auch bei zu hohem Reifendruck wird der Reifen falsch abgenutzt. Genau entgegengesetzt zu geringem Druck ist bei zu hohem Reifendruck zu wenig Kontakt mit dem Untergrund vorhanden. Dies führt zwar nicht zu höherem Kraftstoffverbrauch, doch wird der Reifen dann nur im mittleren Abschnitt des Rollfeldes genutzt und das Profil dort abgetragen. Das kann dazu führen, dass der Autoreifen an den äußeren Stellen der Lauffläche nahezu ungenutztes Profil aufweist, während das in der Mitte schon weniger als 1,6 mm besitzt.

Lieber etwas mehr als zu wenig Reifendruck

Der Reifendruck an sich richtet sich je nach Reifen und wird vom Hersteller angegeben. Allgemein gilt, dass diese Herstellerangabe gut und gern um 0,2 Bar überschritten werden sollte. Dafür gibt es zwei ganz plausible Begründungen:

Zum einen biegt sich der Reifen bei zu hohem Druck nicht sofort so durch, dass nur eine geringe Fläche Kontakt mit dem Boden besitzt. Andersherum liegt der Reifen bei etwas zu wenig Reifendruck sehr schnell mit einer größeren Fläche auf.

Zum anderen haben die wenigsten Menschen ein Luftdruckmessgerät oder gar eine Luftpumpe für Fahrzeuge zuhause zur Hand. Wird jedoch zur Tankstelle oder Werkstatt zum Druckmessen und Aufpumpen gefahren, wird der Reifen sofort durch Druck und Reibung warm, was zu einem Anstieg des Reifendrucks führt. Also wird dann beim Messen ein höherer Luftdruck angezeigt. Wird dann 0,2 Bar mehr Luft aufgepumpt, steht das Fahrzug später auf idealem Druck und ist auch bei der Fahrt nicht durch zu geringem oder zu hohem Reifendruck gefährdet, denn im Endeffekt geht es immer nur um die Sicherheit für den Fahrer und alle anderen Teilnehmer am Straßenverkehr.

 

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