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Acht Profile im Sport Auto Sommerreifentest 2016

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Acht Profile im Sport Auto Sommerreifentest 20164.40 von 5 basiert auf 5 Bewertungen.

Leistungsstarke Kompaktsportler beanspruchen Sommerreifen nochmal erheblich mehr, als herkömmliche Pkw. Das sportliche Fahrverhalten fordert die Profile auf der Piste zu Höchstleistungen, müssen derweil aber stets sicher und komfortabel fahren. Der Balanceakt zwischen Sicherheit und Fahrvergnügen hat schon so manchen Reifenhersteller verzweifeln lassen. Im Sport Auto Sommerreifentest 2016 überprüfte das Magazin acht Profile der Dimension 235/40 R 18 Y. Wir zeigen wie unterschiedlich die Pneus den hohen Beanspruchungen standgehalten haben und welcher Reifen als Sieger aus dem Test hervorging.

So testet das Sport Auto Magazin

Während die Leser eines Magazins ausschließlich wenige Seiten Test wahrnehmen, bedeutet ein Sommerreifentest für die Verantwortlichen monatelange Planung. Um bestmögliche Genauigkeit und Ergebnissicherheit zu gewährleisten, werden die Sommerreifen auf einer Teststrecke und im Labor geprüft. Im Sommer 2016 entschied sich die Redaktion der Sport Auto Zeitschrift für die Dimension 235/40 R 18 Y als Testgröße. Aufgezogen wurden sie auf einen Ford Focus ST, passen jedoch ebenso auf den Audi TT, Jaguar F-Type oder Mercedes-AMG C63. Untersucht wurden die Leistungen der Profile auf nasser und trockener Fahrbahn. Hier mussten die Kandidaten u.a. in den Kategorien Bremsen, Handling, Seitenführung und Aquaplaning bestehen. Außerdem floss eine Umweltwertung in das Endergebnis mit ein. Acht Sommerreifen von namhaften Herstellern mussten die Experten überzeugen. Die gute Nachricht: Nur ein Reifen ist nicht empfehlenswert.

Goodyear Eagle F1 Asymmetric 3 holt den Gesamtsieg

Den Sieg im Sport Auto Sommerreifentest 2016 sichert sich der Goodyear Eagle F1 Asymmetric 3. Mit überragenden Nässeeigenschaften, perfekter Seitenführung, direkten Lenkeigenschaften und kurzen Bremswegen, setzt er sich an die Spitze des Teilnehmerfeldes. Kleinere Schwächen zeigt der Goodyear Pneu ausschließlich auf trockener Fahrbahn und bei Abrollgeräuschen. Dicht dahinter platziert sich der Dunlop Sport Maxx RT 2. Er ist ausgezeichnet kalkulierbar, sehr sicher und schnell auf Nässe, verfügt über kurze Bremswege und einen niedrigen Rollwiderstand. Einzig leichte Defizite im Längs- und Queraquaplaning trüben den Gesamteindruck. Platz 3 sichert sich der Hankook Ventus S1 evo2. Er punktete im Sommerreifentest 2016 mit sehr kurzen Bremswegen auf trockenem Asphalt, ausgewogenen Handlingeigenschaften und schnellen Rundenzeiten. Die schlechte Balance im oberen Geschwindigkeitsbereich und das instabile Heck bei schnellen Spurwechseln, verhinderten allerdings eine bessere Platzierung.

Das Endergebnis des Sport Auto Sommerreifentests 2016:

Sommerreifen 205/55 R 16 91 VGesamtwertungNässeTrockenheitUmweltPreis (inkl. MwSt.)
Goodyear Eagle F1 Asymmetric 3 besonders empfehlenswert 9,6 9,3 9,4 ab 117,40 €
Dunlop Sport Maxx RT 2 besonders empfehlenswert 8,9 9,1 9,4 ab 124,80 €
Hankook Ventus S1 evo2 empfehlenswert 8,8 8,6 8,3 andere Größen ab 61,43 €
Pirelli P Zero empfehlenswert 8,6 8,3 7,0 ab 154,88 €
Toyo T1 S plus empfehlenswert 8,4 7,7 8,0 ab 104,29 €
Falken Azenis FK 453 bedingt empfehlenswert 7,5 8,2 7,2 ab 90,40 €
Cooper Zeon CS Sport bedingt empfehlenswert 7,1 7,9 7,3 ab 97,75 €
Vredestein Ultrac Vorti nicht empfehlenswert 8,1 9,5 5,6 ab 94,90 €

 

Hohe Leistungsdichte im Mittelfeld

Hinter den Top-3 platzieren sich viele andere Testkandidaten mit sehr ordentlichen Ergebnissen. Auf dem undankbaren vierten Rang fährt der Pirelli P Zero ein. Der Italiener überzeugt die Experten mit ausgewogenen Dynamikeigenschaften auf nasser und trockener Fahrbahn sowie präzisem Lenkverhalten. Die leichten Defizite beim Aquaplaning und die durchschnittliche Umweltwertung lassen den Pirelli Sommerreifen aber zurückfallen. Trotzdem: Mit einer Note von 8,3 erhält er ebenso die Wertung „empfehlenswert“ wie der Toyo T1 S plus auf Rang 5. Der Sommerreifen aus Fernost punktet mit kurzen Bremswegen im Nassen, gutem Abrollkomfort und ausgewogenen Nasseigenschaften. Abzüge erhält er aufgrund einer geringen Stabilität im Spurwechsel und erhöhter Lastwechselempfindlichkeit. Nur bedingt empfehlenswert sind zwei Sommerreifen: Der Falken Azenis FK 453 und Cooper Zeon CS Sport. Der Japaner liefert ordentliche Verzögerungsleistungen auf nasser und trockener Piste, sportive Lenkreaktionen und tolle Handlingwerte. Doch die geringen Reserven beim Handling auf Nässe und der hohe Rollwiderstand enttäuschen die Experten der Sport Auto. Das Cooper Profil fährt sich auf trockener Fahrbahn recht stabil und ist gut beherrschbar. Aber die schwache Bremsleistung bei Trockenheit, die Lastwechselempfindlichkeit bei Nässe und unterdurchschnittliche Aquaplaningwerte, lassen den Engländer am Ende des Teilnehmerfeldes zurück. Noch schlechter schneidet nur ein Reifenprofil ab.

Vredestein Profil sorgt für ein Novum im Test

Größtenteils gute Leistungen hat der Vredestein Ultrac Vorti im Sport Auto Sommerreifentest 2016 abgeliefert. Er zeigte sich sehr verlässlich im Handling, verfügt über eine klasse Seitenführung, kurze Bremswege und sportliche Lenkansprüche. Aber: Das Vredestein Profil patzt beim Rollwiderstand. Schon vor dem Erreichen der Sollgeschwindigkeit fielen alle vier getesteten Vredestein-Sommerreifen durch teils massive Laufstreifenablösung aus. Zehn Minuten bei Tempo 300 müssen die Reifen aushalten. Einzelne Defekte sind ein Grund zur Testwiederholung, aber beim Ultrac Vorti haben sich alle vier Modelle lautstark ins Reifen-Nirwana verabschiedet. Der Hersteller reagierte auf Nachfrage der Redaktion: Bei einer Charge ist es zu Produktionsfehler gekommen. Sie wurden für den Verkauf gesperrt und sind nicht in den Handel gekommen. Vredestein versäumte aber die für den Test gelieferten Reifen ebenfalls zurückzurufen. Als Konsequenz wurde der Reifen im Test abgewertet und mit dem Urteil „nicht empfehlenswert“ bewertet.

 

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